1. Der Bahnhof an der Weser gibt ein trauriges Bild ab

    CDU ist vor Ort unterwegs und stellt dabei gravierende Missstände fest

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    RINTELN (ste). Sich einen Eindruck direkt vor Ort verschaffen. Das wollte der CDU Ortsverband Rinteln bei einem Ortstermin am Bahnhof in der Nordstadt. Dabei war die Palette der zu besprechenden Themen rund um die Bahn und das gesamte Gelände lang. Vorsitzender Sebastian Westphal hatte zunächst noch einmal den geplanten Streckenausbau und die Elektrifizierung auf der Tagesordnung. Besorgniserregend sei die Tatsache, dass die Strecke nie entwidmet worden sei erklärte Friedrich-Wilhelm Rauch. Die Bahn könne sie also jederzeit wieder auf zwei Gleise erweitern und brauche dafür seiner Meinung nach keine Genehmigung. "Die ist nur bei einer Elektrifizierung notwendig. Das müssen wir unbedingt im Auge behalten". Unabhängig davon, ob nun Diesel-, Elektroloks oder Güterzüge durch Rinteln ziehen, beides wäre für Rauch und die CDU nicht tragbar und müsse mit allen Mitteln verhindert werden. Auch der Zustand des gesamten Bahnhofkomplexes stieß bei der CDU auf Ablehnung. "Ein trauriger Zustand", so Daniela Dube-Menke und Ulrich Seidel. Problematisch sei es, erklärte Stadtratsmitglied Sebastian Westphal, dass man für dieses Areal verschiedene Ansprechpartner habe: alles rund um die Gleise sei mit der DB Netz zu besprechen, der Bahnsteig gehöre in die Verantwortung einer weiteren Gesellschaft der Deutschen Bahn und das Bahnhofsgebäude wiederum sei im Besitz eines privaten Unternehmens. "Ich habe in den letzten Wochen bereits mit einigen Verantwortlichen Gespräche geführt und weitere werden folgen. Aber das ist alles ein sehr zähes Ringen", berichtet Westphal. Dabei hätte die CDU für manche Probleme sogar schon Lösungsvorschläge: So könne man die dreckige Unterführung zu den Bahnsteigen schließen, wenn die Züge hauptsächlich auf dem Hauptgleis direkt am Bahnhofsgebäude halten würden, wie es Kay Steding als Sprecher der CDU Ortsratsfraktion vorschlägt. Da die Bahn im Bahnhof Rinteln jedoch mindestens zwei Gleise braucht, müsse überlegt werden, wie man einen Übergang zum Bahnsteig schaffe. Steding kann sich dafür zum Beispiel den schon vorhandenen, barrierefreien Übergang mit Fußgängerschranke beim östlichen Bahnhofsgebäude oder eine Hochbrücke vorstellen. Vom Bahnhofsgebäude selber könne doch einfach nur noch die Dachkonstruktion als Wetterschutz erhalten bleiben, schlug Udo Schobeß vor. Dort könnten dann unter anderem abschließbaren Fahrradboxen untergebracht werden, wie es der Ortsrat Rinteln schon vor Jahren beschlossen hatte. Das restliche Gebäude sei ja leider immer wieder Ziel von Vandalismus und Zerstörungswut. "Rinteln hat in diesem Zusammenhang bereits traurige Bekanntheit bei der Bahn erlangt", fügt Westphal an. Dieser Bahnhof gehört zu einigen wenigen, die bei der Deutschen Bahn bekannt sind weil die Möblierung des Bahnsteigs nach Erneuerungen und Reparaturen immer wieder schnell mutwillig zerstört würde.Foto: privat

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