1. Hundert für St. Markus

    Förderverein zum Erhalt der Kirche erreicht erstes Ziel

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    LAUENAU (al). Nur drei Jahre nach seiner Gründung hat der Förderverein zum Erhalt der katholischen St. Markus-Kirche in Lauenau sein großes Ziel erreicht: Das 100. Mitglied konnte aufgenommen werden. Mit der Übergabe der Beitrittserklärung erinnerte Vorsitzender Karl-Heinz Strecker Gemeindepfarrer Adalbert Bonk an ein früheres Versprechen.

    Der Rahmen hätte nicht besser sein können. Denn die katholischen Christen feierten mit einem Gottesdienst die vor genau 50 Jahren erfolgte Grundsteinlegung ihrer Kirche. Dabei wurde nicht nur in Wort und Gesang der Vergangenheit gedacht: Das Gebet galt auch dem Fortbestand des Gebäudes, das seit drei Jahren auf einer Streichliste des Bischöflichen Generalvikariats steht. Ursprünglich war sogar die sofortige Schließung erwogen worden. Wohl aber auch aufgrund des vor Ort einsetzenden Engagements wurde der Fortbestand zunächst bis 2012 garantiert. St. Markus war übrigens sogar ein Thema beim "Fürstenbesuch" im vergangenen Jahr: Hiesige Christen überreichten eine Resolution, die über den niedersächsischen Ministerpräsidenten an das Bischöfliche Generalvikariat gegangen und von dort beantwortet worden war.

    Der Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt, aus eigenen Mitteln die laufenden Betriebskosten für die Kirche zu übernehmen und so den Beweis anzutreten, dass die hiesigen Gläubigen hinter ihrem Gotteshaus stehen. Neben der Mitgliederwerbung organisierte er wiederholt Veranstaltungen beteiligte sich unter anderem beim Lauenauer Weihnachtsmarkt.

    Bonk zögerte nur kurz mit seiner Unterschrift: "Hier steht ‚gegebenenfalls Erziehungsberechtigter’", grinste er, "da muss ich wohl erst noch den Bischof fragen".

    Dieser dürfte ohnehin bald Post aus der hiesigen Gemeinde bekommen, weil sich am 4. Februar 2012 das 50-jährige Bestehen des Gotteshauses vollendet. Sogar eine Ausstellung ist über die zurückliegende Zeit geplant. 2012 könnte jedoch auch zum Schicksalsjahr für die Kirche und ihren Förderverein werden. Denn dann will das Bistum Hildesheim neu über den Fortbestand entscheiden.

    Doch zunächst herrschte Freude in der nun auf dreistelliger Mitgliederzahl gestiegenen Gemeinschaft. Der Pfarrer räumte ein, mit einem solchen erfolgreichen Engagement nicht gerechnet zu haben: "50, 60 Unterstützer" hätte er sich wohl schon vorstellen können, als er sein Versprechen gab und dabei glaubte, es nicht einlösen zu müssen. Doch nun wolle er folgerichtig dabei sein.

    Auch der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Reiner Niedenzu, staunte über den Eifer der hiesigen Katholiken: "Richtig toll, wie das hier aufgezogen wurde", lobte er, "mein Glückwunsch, was hier alles aus dem Boden gestampft worden ist". Dem Förderverein gehören neben evangelischen Lauenauer Christen auch Katholiken aus Apelern und Rodenberg, Hannover und sogar Österreich an.

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