1. Mit Pinsel und Farbe gegen Dreck kämpfen

    Ratsgymnasiasten verschönern Klassenräume mit selbstgemalten Wandbildern / Projektzeit mit pädagogischem Hintergrund

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    STADTHAGEN (wa). Eine dem Menschen logisch erscheinende Denkweise: Ist etwas immer verdreckt, macht sich niemand die Mühe es sauber zu halten. So geht es den Schülern im Stadthäger Ratsgymnasium. Um sich eine schönere Lernumgebung zu erschaffen, haben die Jahrgänge sieben bis neun insgesamt 19 Klassenräume mit aufwendigen Wandbildern verschönert. Laut der stellvertretenden Schulleiterin Angelika Hasemann habe "die Aktion einen pädagogischen Hintergrund". Seit dem Landkreis die finanziellen Mittel für die Schulreinigung gekürzt wurden, herrscht im Ratsgymnasium eine "Egal-Haltung". Den zuständigen Reinigungskräften wird vorgeschrieben wie oft sie das Wischwasser wechseln dürfen und wie oft der Wischmopp ausgewaschen werden darf, damit sie ihren Zeitplan einhalten können. "Fünf Räume werden mit ein und dem selben Wasser geputzt", sagt Hasemann. Der Dreck wird von einem Raum in den nächsten geschoben. Um bei den Schülern mehr Bewusstsein für die eigene Sauberkeit zu wecken, steuerten die Betriebe Holz-Schwier, das Farbencenter-Schaumburg sowie das Hagebaucentrum für 2.000 Euro Material zum Verschönern der Klassenräume bei. Drei Tage nutzten die Jungen und Mädchen um den Pinsel zu schwingen: Dann wurden die besten drei Wandbilder von allen Schülern auf Platz eins bis drei gewählt. Das Siegerbild stammt von der Klasse 9f. Ein DJ steht hinter seinem Pult und dirigiert eine feiernde Menschenmasse. Auch die Wände samt Fußleisten der Klassenräume haben die Schüler in ihrer Projektzeit renoviert. Und vielleicht geht das Konzept auf: Was man selbst erschaffen hat, pflegt man auch. Foto: wa

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