MEINSEN (em). In der Masse anonym bleiben können? Beim Bewerben davon ausgehen können, dass die eigene Hautfarbe keine Rolle spielt? Nicht als Stellvertreter einer Gruppe betrachtet zu werden sondern als Individuum? Davon ausgehen können, dass eine Polizeikontrolle nicht aufgrund äußerlicher Merkmale geschieht? Über die Auseinandersetzung mit Rassismus frei entscheiden zu können?
Für interessierte Jugendliche und junge Erwachsene, die diese Fragen mit "ja" beantworten können veranstaltet die DJO Niedersachsen in Kooperation mit dem Verein Phoenix vom 8. bis 10. Juli in Meinsen das Seminar "Alltagsrassismus und Critical Whiteness". Denn es handelt sich hierbei um Privilegien, die in unserer Gesellschaft ausschließlich für Weiße gelten und die, genauso wie Diskriminierungen und Gewalt, Teil des rassistischen Alltags sind.
In dem Seminar geht es darum, wie Rassismus funktioniert und welche Rolle die eigenen Prägungen und Verhaltensweisen dabei spielen. Die erfahrenen Teamerinnen von Phoenix werden mit der Gruppe Strategien erarbeiten, um im System von Privilegien und Diskriminierungen nicht mehr mitzuspielen. Teil des Ganzen ist auch die Thematisierung der Privilegien über die weiße Deutsche in dieser Gesellschaft verfügen, also die kritische Hinterfragung des Weiß-Seins. Daher richtet sich das Seminar ausdrücklich an diese Zielgruppe. Beginn des Seminars ist am Freitag, dem 8. Juli um 17.30 Uhr, Ende am Sonntag, dem 10. Juli um 15 Uhr. Die Kosten betragen bis einschließlich 27 Jahre 15 Euro und ab 28 Jahren 50 Euro. Anmeldung und weitere Informationen gibt es unter 0511/965130 oder per Mail an info@djo-niedersachsen.de.