RINTELN (ste). Die BBS Rinteln bietet den noch unentschlossenen Schulabgängern, die sich für das Berufsfeld Wirtschaft interessieren und die noch keinen entsprechenden Ausbildungsplatz gefunden haben oder sich noch nicht für eine weiterführende Schule angemeldet haben, noch einige wenige Plätze in der Einjährigen Berufsfachschule Wirtschaft. Insbesondere Abiturienten von allgemeinbildenden Gymnasien und Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschulen hängen aufgrund des doppelten Abiturjahrganges und der Abschaffung der Wehrpflicht "in der Luft".
"Viele Unternehmen interessieren sich für die erfolgreichen Absolventen der Einjährigen Berufsfachschule Wirtschaft (früher Höhere Handelsschule) und geben ihnen häufig den Vorzug im Rennen um die Ausbildungsplätze, denn der Erwerb kaufmännischer Grundkenntnisse und eine klare berufliche Orientierung werden von den Betrieben honoriert. Außerdem reduziert sich für beide Seiten das Misserfolgsrisiko", wissen die unterrichtenden Lehrkräfte um Teamleiter Jens Krettek.
"70 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben bereits einen Ausbildungsplatz gefunden, andere werden eine weiterführende Schulform, etwas das Berufliche Gymnasium Wirtschaft oder Gesundheit besuchen - gute Perspektiven also für die Absolventen der Einjährigen Berufsfachschule Wirtschaft."
Da diese Schulform mit den Schwerpunkten Handel und Industrie angeboten wird, ergeben sich gute Chancen nicht nur für Schülerinnen und Schüler mit dem Sekundarabschluss I (Realschule), sondern auch für Abiturienten der allgemeinbildenden Schulen.
Für diesen Personenkreis empfehlen die BBS-Rinteln den Schwerpunkt "Industrie", da hier vornehmlich die Inhalte des ersten Ausbildungsjahres für Industriekaufleute unterrichtet werden, sagt Stefan Siekmann, Lehrer im Schwerpunkt Industrie.
Zudem besteht für erfolgreiche Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, danach direkt in das zweite Ausbildungsjahr übernommen zu werden. Da viele ausbildende Betriebe im Rahmen der praktischen Ausbildung mit den BBS Rinteln kooperieren, ergeben sich schon früh Kontakte zu heimischen Industrie- und Handelsbetrieben, denn im Laufe des Schuljahres durchlaufen die Schülerinnen und Schüler insgesamt vier Wochen praktische Ausbildung und lernen ihre potentiellen späteren Ausbildungsbetriebe und deren Tätigkeitsschwerpunkte kennen. Dies bietet für alle Beteiligten erhebliche Vorteile.
Die Ausbildungsbetriebe lernen ihre zukünftigen Auszubildenden frühzeitig kennen und können in ihrem Auswahlverfahren auf diese Erfahrungen zurückgreifen. Die späteren Auszubildenden können sich ein detailliertes Bild über ihren zukünftigen Arbeitgeber und ihre berufliche Orientierung machen. Foto: privat