RINTELN (ste). Das Wohnprojekt "Alte Feuerwehr" feierte jetzt gleichzeitig sein 10-jähriges Bestehen mit dem 30. Geburtstag der Sozialstation Rinteln.
Anke Duensing war als Leiterin von Sozialstation und Diakonie-Pflegedienst sowie dem "Betreuten Wohnen" in der Alten Feuerwehr froh, dass sie für diesen Doppelgeburtstag den benachbarten Schulhof der Grundschule Süd nutzen durfte. Dort erwartete die Gäste ein toller Auftritt des Kinderchores der Nikolaikirchen-Gemeinde sowie eine Modenschau mit einem Streifzug der Mitarbeiterinnen der Sozialstation durch die Epochen von der Rokoko-Zeit bis heute. Mit dabei auch der Rintelner Drehorgel-Mann Wilhelm Luther. Die "Alte Feuerwehr", benannt nach der Vornutzung des Geländes durch die Rintelner Feuerwehr, war in Rinteln schon frühzeitig eine alternative Wohnform für Senioren, die sich in großem Stil und mit unterschiedlichen Ausprägungen inzwischen bundesweit etabliert hat. Die Leitung der Rintelner Einrichtung haben die Diakoniestationen Hannover gGmbH, die zusammen mit zehn weiteren Diakoniestationen rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Die Geschäftsführerin der gemeinnützigen GmbH, Monika Grefe, eröffnete zusammen mit Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz das Fest und erinnerte an die Gründung der Sozialstation in Rinteln in der Bäckerstraße am 1. Oktober 1981. Das Projekt sei im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Kirchengemeinden St. Nikolai in Rinteln sowie Steinbergen, des Kirchenkreises Schaumburg, der katholischen Kirchengemeinde St. Sturmius Rinteln sowie des Deutschen Roten Kreuzes entstanden mit nachfolgender Gründung einer GmbH im Jahr 2006. Heute wird die Sozialstation ebenfalls von den Diakoniestationen Hannover GmbH geführt. In Rinteln wird die "Alte Feuerwehr" derzeit von 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut, so Anke Duensing, die auf die gute Qualifikation ihrer examinierten Krankenschwestern, Altenpfleger, Haus- und Familienpflegerinnen, Hausdamen, Helfer im Alltag und der Verwaltungsangestellten verweist. 44 Wohnungen gibt es in der Schulstraße und alle sind belegt, überwiegend von Einzelpersonen sowie von einem Ehepaar. Waren es zu Beginn vor allem Frauen, die die Wohnungen in Anspruch nahmen, ist hier ein Wandel zu verzeichnen: "Jetzt wohnen auch alleinstehende Männer bei uns!" Foto: privat