RINTELN (ste). Es sind Stadtwettbewerbe in der Weserstadt und wieder einmal stehen sich die beiden Hauptkontrahenten Goldbeck und Möllenbeck gegenüber, die sich seit Jahren einen erbitterten Wettkampf um den ersten Platz liefern. 2005 waren es die Goldbecker, die die Nase vorn hatten, danach hatte Möllenbeck den Podestplatz gebucht.
Nicht immer waren die Goldbecker mit den Entscheidungen des Wettkampfgerichtes einverstanden, doch immer wieder traten sie an, um endlich über die Klosterdörfer triumphieren zu können. Jetzt - das sei vorweg verraten - war es soweit. Am Ende der Stadtwettbewerbe 2011 in Krankenhagen jubelte Goldbeck; doch bis dahin lagen die Nerven blank. Denn die Wettkampfgruppe leistete sich fünf Fehlerpunkte (ebenso wie Möllenbeck) und lag Kopf an Kopf mit dem schärfsten Konkurrenten.
Klaus-Dieter Budde war wie versteinert, als Stadtbrandmeister Friedel Garbe und Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz die Siegerehrung starteten. Für Budde war es eine erklärte Herzensangelegenheit, noch vor seinem 50. Geburtstag mit seiner Gruppe den Stadtmeistertitel zu holen. Dazu hatte er die verjüngte Truppe hart trainiert, manche Woche bis zu vier Mal, hatte sie eingeschworen auf das gemeinsame Ziel und sie punktgenau fit gemacht für die Meisterschaften.
Doch ein klarer Sieg war ihm nicht vergönnt. Lange mussten die Aktiven warten, bevor sich langsam aber sicher ein Sieg herauskristalisierte. Die Siegerehrung wurde dramatisch zelebriert von Stadtbrandmeister Friedel Garbe. Der ließ lange offen, wer denn die Nase in diesem Jahr vorn hat und das nicht ohne Grund.
Der Hinweis, dass die Summe der Zeittakte für Verlegung der B-Leitung sowie Schnelligkeit von Angriffs- sowie Schlauchtrupp entscheidend sein könne bei Punktgleichheit der beiden Spitzengruppen kam nicht von ungefähr. Garbe teilte mit, dass es ein solches Ergebnis wie in diesem Jahr weder in Rinteln noch im Landkreis Schaumburg je gab. Selbst das Wettbewerbsgericht musste sich erst in den Statuten schlau lesen, bevor man Goldbeck als Sieger ausrufen konnte. Klaus-Dieter Budde ist bei der Siegerehrung sichtlich bemüht, sein Temperament unter Kontrolle zu halten. Als dann Krankenhagen auf dem dritten Platz und Möllenbeck auf Platz zwei aufgerufen wird, ist der Jubel in der Goldbecker Mannschaft nicht mehr zu halten. Nach Formel-1-Manier wird Budde mit Sekt geduscht, und als sich der Gruppenführer aus den Armen seiner Kameraden befreien kann, geht es nahtlos über die die von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, der den Wanderpokal überreicht.
Der Jubel will gar nicht aufhören, doch die Möllenbecker müssen sich nicht grämen. Platz zwei bei den Stadtwettbewerben und Platz eins bei den Traditonswettkämpfen am Vortag sind eine gute Ausbeute. Krankenhagen und Wennenkamp holen sich die Plätze zwei und drei (aus Rintelner Sicht) bei den "Eimerfestspielen". Die Spitzenplätze belegten die Eimerfestspiel-Spezialisten aus Schmarrie, Soldorf und Groß Hegesdorf.
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