BAD NENNDORF (pd). Es war schon eine ganz besondere Herausforderung für alle, die an der Organisation der großen Abitur-Abschlussfeier an der Musikmuschel beteiligt waren. 269 Abiturienten, deren Anhang und eine unbeständige Witterung erforderten die volle Aufmerksamkeit. Am Ende gab es aber trotz aller Unwägbarkeiten durchweg strahlende Gesichter. Die Ehrung der Abgänger, die Vergabe zahlreicher Sonderpreise und das Musikprogramm unter der bewährten Leitung von Carsten Groß gingen reibungslos über die Bühne.
Das so noch wenige Minuten vor Beginn der Entlassungsfeier noch ganz anders aus. Während einige Angehörige noch mit Klappstühlen und Regenjacke ausgerüstet verzweifelt nach einem freien Platz suchten, fing es langsam an zu tröpfeln. Dann ergoss sich ein dicker Schauer über alle Beteiligten vor und auf der Bühne.
Doch Schulleiterin Dr. Irmtraud Gratza-Lüthen, ihre Stellvertreterin Christine Frers-Jung, die Helferinnen vor und hinter den Kulissen und die Hauptpersonen des Tages, die Abiturienten, ließen sich keine Unruhe anmerken.
Schirme wurden aufgespannt, Regenponchos oder Decken übergelegt, und schon ging´s locker weiter.
Auf die besondere Herausforderung, die der Doppeljahrgang mit sich gebracht hat, ging die Schulleiterin in kurzen, anerkennenden Sätzen ein. Mit einem Notendurchschnitt von 2,5 haben die Absolventen das beste Ergebnis seit Jahren erzielt, lobte Gratza-Lüthen.
Immerhin zwölf von ihnen erreichten ein "Einser-Abitur". Den besten Notendurchschnitt schaffte Simon Wingert mit einer klaren 1,0. Neben ihm wurden Nicolai Kruschinski (1,2), Mira Reinert (1,2), Christian Thiel (1,2), Nico Angerstein (1,3), Marianne Buhl (1,3), Julia Grimm (1,3), Yannick Heisler (1,3), Carina Hergesell (1,3), Lukas Nord (1,3), Julius Rudolph (1,3) und Svenja Hermann (1,4) besonders geehrt.
"Als ihr am 19. August 2004 ins Gymnasium gekommen seid, habe ich davon gesprochen, dass die Schule etwas Ähnlichkeit mit Hogwarts, der Schule aus Harry Potter, hat", wandte sich Gratza-Lüthen an die Abiturienten. Auch wenn nicht die gesamte Schulzeit zauberhaft gewesen sei, hoffe sie doch, dass sie für viele ein lohnenswertes Abenteuer gewesen war. Die Zusammenlegung zweier Jahrgänge sei für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung gewesen, vor allem aber ohne Zweifel für die Schüler selbst. Nach einem getrennten Start komme man nun gemeinsam ans Ziel. "Eine bemerkenswerte Leistung", fand die Schulleiterin. Foto:pd