1. Die Kurstadt feiert bunt

    Kulturfest am 2. Juli als Aktion gegen Rechtsextremismus

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    BAD NENNDORF (em). Am Sonnabend, dem 2. Juli findet im Nenndorfer Kurpark von 14 bis 20 Uhr, zum sechsten Mal das Internationale Kulturfest "Bad Nenndorf ist bunt" statt. Im Programm: Kinder-und Jugend-Tanzgruppen vom VfL Bad Nenndorf, die Big Band des hiesigen Gymnasiums,die Schülerrockband "Birds on a plane", die Musiktheatergruppe The Batz mit Teilen ihres Stückes "Miss Kiss", junge Musiker des Türkisch-Islamischen Kulturvereines aus Stadthagen sowie vielfältige Spiel-und Spaßangebote für Kinder wie Hüpfburg, Kinderschminken und Torwandschiessen. Mit den Musikern vom Pannonia-Kurorchester, dem Shanty-Chor "Leinen los", der indischen Tanzgruppe und dem international bekannten Nenndorfer Singer und Songwriter Ferdy Doernberg mit seinen Gästen kommen alle Altersgruppen auf ihre Kosten. Infostände vonArbeiterwohlfahrt, Kneipp-Verein, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes VVN-BdA, verschiedener Parteien und mehrerer Bündnisse gegen Nazis bieten jede Menge Anregung und Information.

    Beim Stand des Rodenberger Bündnis können T-Shirts bemalt werden (Blanko-Shirts sind mitzubringen). Die AWO stellt mit Interessierten eine große Girlande aus Postkarten für den 6. August her und beim Nenndorfer Bündnis können "Gesichter für Bad Nenndorf" fotografiert werden. Ebenso vielfältig ist das Speisenangebot: Türkische Lahmacun, indisches Essen, italienischer Pizza, ein Büfett der Jüdischen Gemeinde und Bratwurst von KurT. Für den süßen Zahn sorgen die Stadtschule Rodenberg und der Umsonstladen mit einem Kuchenbüfett.

    Bei allem Genuss wird jedoch nicht vergessen, warum es ein Bündnis gegen Rechtsextremismus in Bad Nenndorf und anderen Orten gibt.

    Ein Höhepunkt des Kulturfestes werde sicherlich die Vorstellung des lange erwarteten Buches über das Verhörlager Wincklerbad sein, das an diesem Tag erstmals gedruckt vorliege, so Mit-Organisator Jürgen Uebel.

    Ursprünglich im Jahre 2006 als Gegenveranstaltung zur jährlichen Propagandashow der Neonazis namens "Trauermarsch" gestartet, hat sich das Kulturfest mittlerweile zu einer festen Einrichtung im Frühsommer gemausert.

    Grußworte vom Schirmherren Landrat Jörg Farr und Bürgermeisterin Gudrun Olk werden um 16 Uhr erwartet. Neonazis, Mitglieder rechtsradikaler Organisationen und deren Anhänger haben zu dieser Veranstaltung keinen Zutritt.

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