1. Hannover - Rinteln und zurück für 30 Euro, inklusive Benzin und Vollkasko

    "CarSharing" auch Option für Rinteln / Info-Abend mit "Stadtmobil Hannover"

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    RINTELN (km). Wenn es nach den Grünen geht, dann soll es auch in Rinteln demnächst "CarSharing" geben. Wie das Prinzip "ein Auto für viele" funktioniert, darüber informierte jetzt Andreas Krämer von "Stadtmobil Hannover". Der stellvertretende Geschäftsführer der GmbH aus der Landeshauptstadt war selbstverständlich auch selbst mit einem der Fahrzeuge angereist, von denen es in Hannover mittlerweile bereits rund 150 gibt.

    Den Ford Fiesta hatte er (mit Sondergenehmigung) auf dem Marktplatz abgestellt, so dass sich alle Interessenten - darunter auch die Landtagsabgeordnete Ursula Helmhold und Grünen-Sprecher Christoph Ochs - unmittelbar davon überzeugen konnten, wie "CarSharing" technisch funktioniert. Die Fahrt von Hannover nach Rinteln und zurück etwa, rechnete Krämer als konkretes Beispiel vor, habe ihn rund 30 Euro gekostet - inklusive Benzin und Vollkasko.

    Das Prinzip: Alle Fahrzeuge gehören dem "Verleiher" und sind an bestimmten Plätzen abgestellt, an die sie am Ende der "User" immer auch zurück bringen muss. Bei der allgemeinen Konzeption, machte Andreas Krämer deutlich, müsse man vor allem flexibel vorgehen. Besonders wichtig sei eine profunde Ortskenntnis: "Von außen," so Krämer, könne man niemals ein funktionierendes CarSharing-System installieren.

    Bei den Vorteilen von CarSharing betonte Krämer besonders die Kostenersparnis - vor allem für jene Autofahrer, die weit weniger als 10.000 Kilometer im Jahr unterwegs sind. Dazu komme Umweltwirkung, Komfortgewinn und nicht zuletzt die Tatsache, dass man sich nicht um das Auto kümmern müsse: Kein TÜV, keine Werkstatt, keine Steuern, keine Versicherung. -

    Eine mit Rinteln vergleichbare Maßnahme gibt es bereits seit einigen Jahren in Wennigsen (rund 14.000 Einwohner). Und die funktioniere, wie Krämer versicherte - und das mit nur einem einzigen Auto, einem Mittelklasse-Kombi. Grundsätzlich könne man ein Fahrzeug bei "Stadtmobil Hannover" bereits ein halbes Jahr vorher buchen.

    Einen "urbanen Mobilitätsmix", eine "gut organisierte gemeinschaftliche Nutzung von Kraftfahrzeugen" hatten die Grünen im Vorfeld des Info-Abends avisiert. Mit dem CarSharing, so Christoph Ochs, würden insbesondere jene Menschen angesprochen, die selten oder unregelmäßig mit dem Kfz unterwegs seien oder nur selten einen Zweitwagen benötigten. Auch kleine und mittelständische Unternehmen könnten davon profitieren. Ursula Helmhold regte an, zum Beispiel die Stadtverwaltung und die Stadtwerke in mögliche Plänungen mit einzubeziehen. -

    Dass CarSharing ein Erfolgsmodell ist, konnte Andreas Krämer mit einigen Zahlen recht eindrucksvoll belegen. So habe "Stadtmobil Hannover" seinen Umsatz zuletzt in jedem Jahr um 20 Prozent steigern können.

    Die GmbH hat momentan 3200 Kunden, darunter 150 Firmen. Die rund 150 Fahrzeuge verteilen sich auf 68 Stationen. Zum betreuten Verbund gehören auch Braunschweig, Celle, Hannover, Hildesheim, Laatzen, Langenhagen, Wennigsen und Wunstorf. Der jährliche Umsatz liegt derzeit bei zehn Millionen Euro.

    Insgesamt gibt es in Deutschland mitterweile in 64 Städten Stadtmobil-Gruppen mit rund 1100 Fahrzeugen, die von 25.000 Kunden und 900 Firmen genutzt werden. Foto: km

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an