1. "Rückgrat der Stadt" nimmt Formen an

    Knappe Mehrheit stimmt für weiter abgespeckten Planvorschlag "Fußgängerzone" / Spielgeräte für Kinder vor der Polizei

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    BAD NENNDORF (pd). Zum wiederholten Mal ist Stadtplaner Rainer Hobigk im Bad Nenndorfer Bauausschuss gewesen, um den zahlreichen Zuhörern und den Gremiumsmitgliedern seine Vorstellungen von der Umgestaltung der Fußgängerzone zu unterbreiten.

    Am Ende sprachen sich fünf Ratsvertreter für die Pläne aus, bei vier Neinstimmen ein denkbar knappes Ergebnis. Die von Hobigk eingebrachten Ideen von einem Wasserspiel und einer doppelten Baumreihe fand keine Mehrheit. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Bad Nenndorf hat jetzt das nächste Wort.

    Um Kosten zu sparen, soll das rote Klinkerpflaster im Gehwegbereich der Fußgängerzone so weit wie möglich erhalten bleiben.

    Auch vor dem Hintergrund, die Geschäftswelt so wenig wie möglich durch die Bauarbeiten zu beeinträchtigen, sei diese Überlegung sinnvoll, unterstrich der Stadtplaner. Außerdem ist angedacht, die bereits in der Kurhausstraße verwendeten Materialien für den Fahrbahnbereich einzusetzen. Die Fahrbahn soll wie gehabt von zwei Baumreihen flankiert werden.

    Dort, wo die Fußgänger flanieren, soll eine in der Mitte angelegte Baumreihe gesetzt werden. Dieses Stilmittel gebe genügend Raum für die Schaufenster und dem Anlieferungsverkehr genügend Platz zum Rangieren. Pflanztröge, Sitzbänke und Blumeninseln sollen zusätzliche Akzente setzen. Das in einem vorherigen Entwurf skizzierte "Schiff" im nördlichen Eingangsbereich zur Fußgängerzone ist in dem aktuellen Vorschlag zugunsten einer Ausweitung der Sitzplätze für die Gastronomie "Hechtsprung" zum "Wrack" herabgestuft worden, wie der Planer es ausdrückte. Bei der Beleuchtung sieht Hobigk ähnliche zweiarmige Leuchten wie in der Kurhausstraße vor.

    Eine Debatte entwickelte sich im Ausschuss unter anderem über die Frage, ob der Platz vor der Polizei tatsächlich auch als "Freier Raum" genutzt werden solle. Während Hobigk dort möglichst viele Leute hinhaben möchte, wollte SPD Fraktionssprecher Volker Busse dieses Areal lieber überplant haben. "Mit Spielgeräten für Kinder", führte er weiter aus.

    Dieser Vorschlag fand im Ausschuss eine Mehrheit. Ralph Tegtmeier (SPD) fand keinen Gefallen an den Plänen. Nach seiner Einschätzung würden die Bürger den Sinn einer Sanierung nur erkennen, wenn dadurch tatsächlich eine Attraktivitätssteigerung erreicht werde. Diese könne er in den vorliegenden Plänen aber nur schwer erkennen.

    Wenigstens Quellsteine, aus denen Wasser sprudelt, müssten sein, wenn sich schon keine Mehrheit für einen Wasserlauf finden könne. Cornelia Jäger von der CDU fand die Planung in der jetzt vorliegenden Form gelungen, auch Andreas Fedler von der FDP konnte diesen zustimmen.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an