RINTELN (ste). Der 15. Juni 2011 wird in die Geschichte von "Stüken" als ein weiterer Meilenstein in der Firmenentwicklung eingehen. Mit einem feierlichen ersten Spatenstich startete die Hubert Stüken GmbH & Co. KG die Bauarbeiten an einem neuen Produktionswerk im Industriegebiet Süd. Das Unternehmen, das seinen Stammsitz an der Alten Todenmanner Straße hat, hatte das Grundstück bereits im Jahr 2008 erworben.
Dr. Hubert Schmidt: "Die Wirtschafts- und Finanzkrise machte zunächst einen Strich durch die Planungen, denn als Automobilzulieferer war auch Stüken von der Krise betroffen!" Doch der Aufschwung kam schneller und stärker als erwartet. Neue Chancen am Markt ergaben sich auch für die Firma "Stüken" und diese erforderten zusätzliche Kapazität und mehr Produktionsfläche. "Stüken" hat seit Mitte der 90er Jahre in Rinteln keine größeren Investitionen mehr vorgenommen: "Doch untätig waren wir in dieser Zeit nicht", so Dr. Schmidt, der Auslandsinvestitionen in den USA, Tschechien und China nannte.
Für das neue Produktionswerk in Rinteln investiert Stüken insgesamt mehr als 23 Millionen Euro, davon etwa 13 Millionen für das Gebäude und die Gebäudetechnik.
Für weitere zehn Millionen Euro werden Tiefziehpressen und Produktionseinrichtungen aufgestellt. "Mit dieser großen Investition bekennt sich die Firma Stüken deutlich zum Standort Rinteln und zum Standort Deutschland", so Dr. Schmidt, der jedoch einschränkte, dass dieses Bekenntnis nicht immer ganz leicht falle: "Das Unternehmen ist mit ständigen Forderungen seiner Kunden nach noch mehr Fertigung in anderen Ländern, vor allem in Asien konfrontiert!" Der Neubau in Rinteln sei daher ein deutliches Signal der Gesellschafter, dass sie ihre Verantwortung für die Region ernst nehmen. Die Gebäude, die eine Gesamtfläche von 12.000 qm umfassen werden, sollen bereits im April nächsten Jahres fertiggestellt werden. Dr. Uwe Krismann, technischer Geschäftsführer von Stüken, erwartet, dass bereits Ende des zweiten Quartals 2012 die Produktion beginnen kann. "Mit dieser modernen Fabrik wird Stüken seine führende Position im Markt weiter ausbauen. Wir werden in diesem Werk präzise Tiefziehteile herstellen, die höchsten Ansprüchen an Genauigkeit und Sauberkeit genügen werden." Die Fabrik ist ausgelegt für 100 Mitarbeiter. In der ersten Stufe werden rund 50 Stüken-Mitarbeiter in der Siemensstraße tätig werden. Das Grundstück bietet Reserven für weitere Bauabschnitte. Landrat Jörg Farr freute sich in seiner Ansprache, dass sich in Schaumburg etwas bewegt. Neuansiedlung und Bestandspflege seien wichtige Faktoren für eine gesunde Wirtschaft in Schaumburg. Für Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz ist der Stüken-Neubau auch ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit von Firmen und Stadt. Man habe die Firma bei der Suche nach einem geeigneten Standort unterstützt, habe die Frage des Wasserschutzgebietes zusammen mit dem Landkreis geklärt und freue sich nun, dass "Hightech aus Rinteln" eine gute Werbung für die Stadt sei. Gemeinsam stachen die Gesellschaftern der Firma Stüken, Annette Wohlert und Andreas Baumann, der Architekt, der Landrat, der Bürgermeister und die Geschäftsführung dann mit nagelneuen Spaten in das gut vorbereitete Erdreich: "Auf eine unfallfreie und gute Bauzeit!"
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