Der Rintelner Planer hob vor allem den komfortablen Standard der vier Wohnblöcke hervor, die alle über eine eigene Tiefgarage verfügen werden. Die Balkone sollen nach Süden ausgerichtet sein. Die Wohnungen würden, so Reinhold, auch für "Betreutes Wohnen" in Stadtnähe geeignet sein. Der Agnes-Miegel-Platz bliebe durch die Bauten unangetastet, bekräftigte er auf Nachfrage. Kritisch äußerten sich Zuhörer über die von Reinhold angesprochene "Dreigeschossigkeit".
Der Planer verwies auf die tatsächliche Maximalhöhe der Gebäude, die mit zwölf Metern einem Haus mit zwei Stockwerken entspreche. "Da ist de Facto zweigeschossig", entgegnete Reinhold. Auf einen großen Dachraum soll verzichtet werden. Den würde nach seiner Einschätzung ohnehin niemand benötigen. Die Häuser sollen mit flachen Dächern versehen werden.
Pro Haus sollen sechs Parteien als Mieter einziehen. Der Abstand zwischen den einzelnen Blöcken werde gemäß den Richtlinien im Baugesetzbuch zwischen zehn und 13 Metern betragen. Zu den Häusern, die sich östlich anschließen, sei ein für Siedlungsgebiete "nicht unüblicher Abstand von vier bis fünf Metern" einzuhalten.
Eine längere Debatte entwickelte sich im Ausschuss über die Frage, wie das Grundstück erschlossen werden soll. Ralph Tegtmeier von der SPD sprach sich dafür aus, zumindest die beiden nördlichen Häuser über den Parkplatz zugänglich zu machen. Zwei parallel nach Norden verlaufende Zuwegungen lehnte er ab.
Auf Antrag der Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) wurde diese Alternative in den Bauplan mit aufgenommen. In Richtung der Anlieger, die eine Benachteiligung ihrer Grundstücke durch das Bauvorhaben sehen, betonte Ansgar Werner (CDU) den "Stadtvillencharakter" der Gebäude, was für ein hohes Wohnniveau sprechen würde. Foto:pd