1. "Fiddle", "tin whistle", "pipes" und Akkordeon

    Irish-Folk muss Irish-Folk bleiben / Geteilte Meinung über Hauptband: "Was hat YMCA auf diesem Festival verloren?"

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    Der war anfangs geprägt von einem heftigen Gewitterschauer mit Sturm und Hagel. Doch kaum waren die Wolken verflogen, kam schönster blauer Himmel zum Vorschein und das Wetter hielt sich den Abend über prächtig. Ganz zur Freude der rund 1.500 Besucher, die wieder einmal kostenlos das große Spektakel in der tollen Klosteranlage miterleben durften. Ein großes Dankeschön ging daher an Hausherr und Pastor Roland Trompeter sowie an die Sponsoren des Festivals, vorneweg die Sparkasse in Schaumburg.

    Zweitwichtigster Akteur war die Firma WeserGold mit ihrem "Hartinger Meisterbräu", das den Besuchern im Laufe des Abends das Vergnügen noch ein Stück weit intensiver werden ließ. Auch die Musikförderung in Niedersachsen, die durch den Norddeutschen Rundfunk organisiert wird, unterstützte das Festival, zusätzlich noch die Stadtwerke Rinteln GmbH, der Containerdienst Kapp, Sicherheitsdienst Sinen und Partyservice Bauer Giese.

    Daniel Jakschik und Catrin Matz hatten das 14. Festival organisiert. Für Catrin Matz ein besonderes Festival, konnte sie hier doch nach Beendigung ihrer Ausbildung die Einstellung bei der Stadt Rinteln feiern.

    Die Einstimmung auf den Abend erfolgte durch die Vorband "Kapellis" mit ihren ruhigen irischen Balladen, ihren fetzigen Pub-Songs, ihren Hornpipe-Klängen und einem handgemachten Sound, der den Zuhörern einen Einblick in das typisch-irische Lebensgefühl erlaubte.

    Die Luft roch quasi nach feuchter See, nach Nebel, nach Whiskey (irische Schreibweise), Schafen und spiegelte die große Gastfreundlichkeit wider, die Iren nicht nur unterstellt wird. "Fiddle" - "tin whistle" - "pipes" und Akkordeon; das ist irische Musik, das ist irisches Lebensfreude. Top-Act war in diesem Jahr zum ersten Mal die Gruppe "The Irish Bastards". Die Hamburger Originale versprachen, Guiness im Blut und die Pogues im Herzen zu haben.

    Die Meinungen über die Band waren allerdings geteilt. Während die eine Fraktion sich über die energievolle Musik freuten, fehlte den anderen der rote irische Faden; eben die "Fiddles" - "tin whistles" - "pipes" und das Akkordeon.

    Ob wirklich ein "YMCA" von den Village People auf ein Irish-Folk-Festival gehört, bleibt dem Geschmack eines jeden einzelnen Bewerters überlassen! Die freudige Botschaft des Festivals war allerdings, dass wieder einmal alles ruhig und gelassen verlief, wieder einmal feierten junge und ältere Besucher zum Teil Arm in Arm, wieder einmal konnte die Polizei ein friedvolles Festival bilanzieren.

    Einziger Einsatz: Eine junge Frau schlief auf dem Heimweg in einem Unterstand ein und wurde von ihren Begleitern dort liegen gelassen.

    Gegen 8.45 Uhr am Sonntag Morgen weckte sie dann ein vorbeigehender Passant.

    Foto: ste

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