MÖLLENBECK (km). Ein paar kleine Zahlendreher innerhalb der letzten Jahre hatten zu einem vermeintlichen Jubiläum geführt - dass jetzt eben doch nicht stattfand: Nicht seit 40 Jahren, wie irrtümlich annonciert, sondern mittlerweile bereits seit 42 Jahren treffen sich Blechbläser aus Bremen und Hameln jeweils am Pfingstsonntag zu einem musikalischen Stelldichein im Kloster.
Erfreut zeigte sich Pastor Roland Trompeter abermals über die Publikums-Resonanz. Bei "Kaiserwetter" waren praktisch alle Stühle im Hof besetzt. Und die Zuhörerschaft wurde mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm verwöhnt, das für wirklich jeden Geschmack etwas parat hatte: Vom feierlichen Renaissance-Intro von Giovanni Gabrieli über einen schrägen Strauss-Walzer, dem kuriosen Marsch aus Prokofievs "Liebe zu den drei Orangen" bis hin zu "Mac the knife" reichte das Repertoire des immer wieder alternierenden Ensembles, das zum Teil bereits in der dritten Generation in Möllenbeck vorstellig wird.
Diesmal waren die Akteure mit annähernd 20 Personen im Alter zwischen etwa sieben und 70 Jahren angereist. Gespielt wurde in unterschiedlichen Konstellationen, und zwischendurch durfte - wie schon in den letzten Jahren - auch der Nachwuchs zeigen, was er gelernt hat. Dabei wurde zumindest eines offennbar: Um den Fortbestand der Traditions-Veranstaltung braucht sich wohl niemand zu sorgen.
Enstanden war die Ur-Idee für die "Bläser-Serenade" an Pfingsten bei dem Besuch der Bremer Chorgruppe "Unserer Lieben Frau" im Jahr 1968. In der Folge wurden schließlich die Bläser aus Hameln und Bremen auf die perfekte Akustik im Innenhof des Möllenbecker Kloster aufmerksam. Seit 1969 kommen die Blech-Artisten in verschiedenen Besetzungen mittlerweile regelmäßig. An jedem Pfingstsonntag um 17 Uhr findet so ein neues Konzert statt. Foto: km