RODENBERG (pd). Mit mehreren Anträgen und Anfragen an die Verwaltung wollten die Aktiven Demokraten in den vergangenen Wochen auf Missstände hinweisen, die ihnen selbst ins Auge gefallen sind oder die ihnen von Bürgern zugetragen wurden. In einer Pressemitteilung formulieren sie nun ihre Befürchtung, dass einige Anträge von ihnen bis nach den Kommunalwahlen ganz offensichtlich "ausgesessen" werden sollen.
Als ein Indiz für diese Behauptung sehen sie die Absetzung einer für Anfang Juni geplanten Verwaltungsausschuss-Sitzung. Entgegen der Aussage aus dem Rathaus, es hätten hierfür keine Tagesordnungspunkte vorgelegen, kontern die Aktiven Demokraten mit vier von ihnen formulierten Anträgen, die laut ihrer Einschätzung durchaus zumindest eine Sitzung des Wegeausschusses gerechtfertigt hätten.
Laut Auskunft von Sprecher Sebastian Klein ging es dabei zum einem um die Verkehrssicherheit der Fußgänger und Radfahrer auf der Allee in Höhe Allee 18 bzw. ASB-Heim. Dort würde der Fuß-/Radweg von Autofahrern genutzt und außerdem seien die Ampeln aus Sicht der Aktiven Demokraten gefährlich mitten auf dem Fuß-/Radweg positioniert. Zusätzlich bittet die Gruppe um Prüfung, ob im Krümmeweg die Geschwindigkeit auf 10 km/h beschränkt und durch Beschilderung auf Gabelstaplerverkehr hingewiesen werden sollte.
Außerdem möchte die Gruppe eine Debatte darüber führen, ob, wie in anderen Gemeinden üblich, auch in Rodenberg an viel genutzten Fußwegen Hundekotbeutelspender aufgestellt werden sollten. Weil Anwohner vom Magdeburger Weg sich bei ihnen beklagt haben, dass vor ihrer Haustür schneller als zulässig gefahren werde, haben die Aktiven Demokraten einen Antrag an die Stadt gestellt, dort Geschwindigkeitsmessungen vorzunehmen. Gruppensprecher Sebastian Klein hält es in einer Pressemitteilung für notwendig, zum Ausbremsen von Rasern eines der mobilen Messgeräte, über die die Samtgemeinde verfügt, auf Höhe Magdeburger Weg 14 einzusetzen. Dort sei eine Tempo 30 Zone eingerichtet, die laut Anwohner von zahlreichen Kraftfahrern aber ignoriert werde.
Dazu weisen sie mit Nachdruck auf den ihrer Auffassung nach sehr schlechten Zustand der Feldstraße hin, die dringend saniert werden müsse. "Und es haben uns Anwohner gebeten, auf das freie Teerdreieck im Mündungsbereich Tor und Am Alten Rodenberg hinzuweisen. Dort stand früher einmal eine Litfasssäule. Wir fragen die Verwaltung, ob es hier nicht Möglichkeiten der Verschönerung gibt?", endet die Pressemitteilung von Sebastian Klein. Foto:pd