RINTELN (ste). Während der diesjährigen Krötenwanderung konnten die Rintelner Naturschützer über einen Zeitraum von sechs Wochen an den drei Standorten insgesamt 800 Amphibien sammeln und zu ihren Laichgewässern bringen. Dieses positive Fazit zog jetzt der NABU Rinteln. Unterstützung erhielten die Naturschützer dabei von Schülerinnen und Schülern der Hildburg-Realschule im Bereich des "Waldkater". 100 Amphibien sind dort in den Eimern gefunden worden, darunter viele Erdkröten und drei verschiedene Molcharten. An der Arensburg zählten die Naturschützer mehr als 500 Amphibien, wobei hier nicht nur die Zahl, sondern auch die Vielfalt an Molchen von Bedeutung ist. Im Jahr 2011 ist ein neuer Krötenzaun an der B 238 unter Mithilfe der Schaumburger Beschäftigungsgesellschaft hinzugekommen, da in der Nähe der Grafensteinerhöhe im Vorjahr viele totgefahrene Amphibien gefunden worden waren. Fast 200 Tiere sind dadurch vor dem sicheren Straßentod bewahrt worden.
Neben Erdkröten sowie Berg- und Fadenmolchen stellten die Naturschützer auch ein Habitat von Zauneidechsen fest, die laut europäischer FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat) als so genannte Anhang-IV-Art zu den "streng zu schützenden Arten" gehört.Foto: privat