1. Abschied für "Torsten im Glück"

    Torsten Bessert-Nettelbeck, langjähriger Leiter der CJD-Schule Schlaffhorst Andersen erhält viel Lob und viel Musik

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    BAD NENNDORF (pd). Lang war die Rednerliste beim Abschied von Torsten Bessert-Nettelbeck in der Wandelhalle von Bad Nenndorf. Der Leiter der CJD-Schule Schlaffhorst-Andersen ist mit "großem Bahnhof" in den Ruhestand geleitet worden. Natürlich durften auch jede Menge Musik und Texte dabei nicht fehlen. Die Verdienste des Schulleiters wurden von allen Redner in den höchsten Tönen gelobt.

    Hartmut Hühnerbein vom Vorstand des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschland (CJD) bezeichnete den Einrichtungsleiter sogar als "Torsten im Glück" und sprach damit nicht nur die überaus positive Entwicklung der Staatlich anerkannten Fachschule für Atem-, Sprech- und Stimmlehrer an. Auch seine besondere Ausstrahlung, dessen Einsatz für Absolventen, Mitarbeiter und die Zukunftssicherung der Schule an der Bornstraße wurde unterstrichen. Der CJD-Vorstand stellte vor allem den hohen Qualitätsstandard der Schule und die besonderen Ausbildungsinhalte heraus. Bessert-Nettelbeck habe in den 28 Jahren seiner Leitungsarbeit in Bad Nenndorf der Schule ein ganz besonderes Profil gegeben. Der ganzheitliche Ansatz der Ausbildung und die Vorreiterrolle in der Zertifizierung einer Berufsbildenden Schule wurde von Hühnerbein hervorgehoben. "Wenn es die Schule nicht schon gäbe, man müsste sie erfinden", meinte der Sprecher gutgelaunt. Alles in Allem sei der scheidende Schulleiter ein Glücksfall für die Schule gewesen. In Anlehnung an die Zielrichtung der Schule, den Menschen "richtiges" Atmen und Sprechen beizubringen, konnte sich der Vorstandssprecher die Bemerkung nicht verkneifen: "Wenn man so einige Rundfunksprecher hört, wie die ins Mikrofon husten, man möchte sie hierher schicken!"

    Heide Otto von der Landesschulbehörde räumte ein, die guten Gespräche mit Bessert-Nettelbeck würden ihr bestimmt fehlen. Für die Schüler ergriff Tabea von Verschuer das Wort. Sie erinnerte an den "flotten Gang" des Schulleiters, der den Gedankenaustausch stets gesucht und beflügelt habe. In der Schule füllte Bessert-Nettelbeck neben der Rolle des Leiters die des Lehrers für Musiktheorie, Berufs- und Rechtskunde aus. CJD-Geschäftsführer Reinhard Nehrdich bezeichnete den zukünftigen Ruheständler als leidenschaftlichen Arbeiter, der der Schule ein unverkennbares Profil gegeben habe.

    Sein Nachfolger im Amt, Torsten Lindner, erinnerte an eine ungewöhnlich hohe Mitarbeiterzufriedenheit an der Schule, die sich auch durch eine besondere Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft auszeichne. Vom "Freundeskreis der Schule Schlaffhorst-Andersen" gab es zum Abschied einen Scheck in Höhe von 2000 Euro.

    Überreicht wurde dieser Scheck von Brigitte Siebenkittel, die von Bessert-Nettelbeck als berufspolitischer Motor bezeichnet wurde. Dank ihres Einsatzes sei erreicht worden, das der Beruf des Atem-, Sprech- und Stimmlehrers als "zu schützend" anerkannt worden sei.

    Er selbe fühle sich als "Torsten im Glück" gab Bessert-Nettelbeck in einer kurzen Abschiedsrede zu, für die man ihm laut eigener Aussage sechs Minuten zugebilligt habe. Als Abschiedsgeschenk an die Schule spendierte er 1000 Euro für das Schulauto und legte 200 Euro als "Speck" für die Schüler hinterher. Dieses Geld soll derjenige erhalten, der aus den Initialen der Schulgründer den besten Trailer komponiert. Damit noch nicht genug: Die Schülervertretung konnte eine so genannte "Slagline" von ihm in Empfang nehmen, eine Art "Gummiband", mit dem man Balancieren kann. Foto: pd

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