1. Stück für Stück kommt die Vergangenheit weiter ans Licht

    200 Urnen aus der Zeit vor Christus tragen zur Historienfindung bei

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    HOHNHORST (Ka). Als einzigartig in der Region trägt der Fund von rund 200 Urnen aus der vorrömischen Eisenzeit in Hohnhorst bei. Dabei bewies der Baggerführer Wilhelm Seegers einen sehr weitsichtigen Blick, als er die Schaufel seines Baggers ins Erdreich graben wollte. Sein geschultes Auge ließ ihn innehalten, als er auf die Besonderheit im Boden stieß. In der Nähe des Friedhofs befinden sich rund 200 Urnen und Grabbeigaben, die ein Alter von bis zu 800 Jahre vor Christi aufweisen können, so der zuständige Kommunalarchäologe Jens Berthold, der gemeinsam mit Mitarbeitern des Landesamtes für Denkmalpflege und einigen Ehrenamtlichen die Urnen freilegt. Kleine nummerierte Zettel liegen verstreut auf dem Boden, der einer Mondlandschaft gleicht und kennzeichnen das Ballungsgebiet der Gräber, während die Fachleute in gebückter Haltung filigrane Arbeiten verrichten. Stück für Stück, Zentimeter für Zentimeter wird die Vergangenheit ans Tageslicht befördert. Jedes noch so kleine Teil wird in Frischhaltefolie gewickelt und vor Austrocknung geschützt. Dabei sind die Urnen im sehr guten Zustand, so Berthold. Mit einem Fund an dieser Stelle war nicht zu rechnen, so der Experte. Um so erstaunter ist das Team, über das Ausmaß des Schatzes. Jedes Teil wird schriftlich erfasst und kartografiert, um sie in die Hohnhorster Historie und Siedlergeschichte einzubinden. Foto: ka

    02 Wie eine Mondlandschaft wirkt der geschichtsträchtige Fundort.

    03 Für das Laienauge kaum auszumachen. Unter dem Erdreich ruhen die stummen Zeitzeugen und warten auf Entdeckung.

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