1. Schüler applaudieren den Helfern

    Grundschule bei Feueralarm evakuiert / Wasser marsch, Feuer aus / Dummy wird erfolgreich gestützt

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    HASTE (Ka). Wie verhalte ich mich im Ernstfall richtig? Diese Frage wurde praxisnah in der Grundschule Haste beantwortet. Der Feueralarm signalisierte den Schülern, keine Zeit verlieren und auf die Anweisungen der Lehrkräfte hören.

    Diszipliniert erschienen die Kinder, Klasse für Klasse, Hand an Hand in Zweierkonstellation, auf dem Schulhof. Es war eine leichte Aufregung in den 350 Kindergesichtern auszumachen, denn so eine Übung ist nicht alltäglich. Ein lehrreicher und interessanter Projekttag lag vor den Evakuierten, denn auf dem Schulgelände formierten sich bereits 13 rote Fahrzeuge mit Blaulicht. Die Freiwillige Feuerwehr der Samtgemeinde rückte mit über 40 ehrenamtlichen Helfern an, um an acht Stationen zu agieren. Jede Ortswehr besetzte einen Standort und präsentierte zum Thema "Brandschutz und Prävention" die breite Palette vom Löschen, Retten, Bergen bis hin zum Schützen. Spannung lag in der Luft, als die Nenndorfer Wehr mit der Drehleiter zur Rettung einer Person aus dem Obergeschoss ansetzte. Als das "Opfer" sicher und wohlbehalten im Korb einen Platz einnahm, hagelte es unter Aufatmen langanhaltenden Applaus von den Zuschauern. Bereits im letzten Jahr demonstrierten die Orts-Feuerwehren der Samtgemeinde in der Grundschule Bad Nenndorf ihr Können und ihre Aufgaben, um den Kindern verschiedene Ängste zu nehmen und sie mit der Lebensrettung vertraut zu machen. Die Atemschutzgeräteträger lösen bei den Kindern gemischte Gefühle aus und auch so manches Equipment wirft viele Fragen auf. Aus schwindelnder Höhe wurde ein Dummy dem Härtetest unterzogen. Nicht ganz freiwillig aber dafür sehr vorbildlich, wurde er in ein Luftkissen gestoßen. Er war der stille Star des Tages, denn diese Aufgabe absolvierte er ohne mit der Wimper zu zucken gleich mehrfach.

    Nicht nur zuschauen und als Randfigur fungieren, sondern mitmachen, erkennen, nachfragen, erleben, informieren und eine Portion Sicherheit nebst Wissen erlangen, war Ziel der Aktion. Die Begeisterung der Schüler im Alter von 6 bis 11 Jahren war an jeder Station auszumachen. Unter "Ohhh und Ahhh" und Sätzen wie "Darf ich auch einmal?" war immer wieder Applaus auszumachen. Die Schüler bewiesen ihr Talent beim Zielspritzen mit der mechanischen Kübelspritze, angetrieben durch Muskelkraft. Auch der Einsatz von Feuerlöschern wurde ins Visier genommen und auch der Aufbau einer Wasserversorgung mit dem notwendigen Hantieren der C-Rohre und Verbindungsstücke wurde realitätsnah gezeigt. Die feuerwehrtechnische Ausrüstung und die Einsatzfahrzeuge vom Einsatzleitwagen bis hin zur Drehleiter standen in höchster Aufmerksamkeit. Die DRK-Bereitschaft arbeitete Hand in Hand mit der Feuerwehr und zog die Kinder durch das Sozialengagement ebenfalls in den Bann. Alle Ehrenamtlichen nahmen sich über Stunden Zeit, um zu demonstrieren, vorzuführen und zu informieren. Ziel der Übung war aber auch zugleich Werbung in eigener Sache, denn die Freiwillige Feuerwehr setzt auf Nachwuchs. Noch sind die Feuerwehren mit einer ausreichenden Personaldecke ausgestattet, aber mit Blick auf die demografische Entwicklung, werden auch die ehrenamtlichen Brandschützer in Zukunft einen Rückgang in den Reihen verzeichnen. Foto: ka

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