1. Das Maß ist für die Bewohner nun voll

    Einwohner sammeln Unterschriften für schnelles Internet

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    SCHMARRIE (al). In die Klage ländlicher Ortschaften über die mangelnde Versorgung mit schnellen Internetverbindungen reiht sich endgültig auch der Hülseder Ortsteil Schmarrie ein. Schon in der Vergangenenheit hatten Betroffene vereinzelt vergeblich Verbesserungen bei der Telekom eingefordert. Nun ist für sie das Maß endgültig voll: Nur 300 Meter am Ort vorbei wird ein neues Glasfaserkabel verlegt, das dörfliche Leitungsnetz aber nicht daran angebunden. Deshalb hat Nils Isensee eine Unterschriftensammlung gestartet, von der er jetzt dem Hülseder Gemeinderat berichtete. 170 Bürger haben auf diese Weise bereits ihren Unmut geäußert; weitere dürften noch hinzukommen. Der stellvertretende Rathauschef Jörg Döpke forderte die Initiatoren auf, ihre Anliegen direkt der Telekom vorzutragen: "Die ausreichende Versorgung ist deren Angelegenheit", betonte er, "lasst euch da nicht abwimmeln". Gern aber wolle die Gemeinde das Anliegen unterstützen. Das hörte auch ein Zuhörer aus Hülsede gern. Die ausreichende Internetversorgung sei doch wichtiger Aspekt, um die Dörfer nicht ausbluten zu lassen: "So hält man sich doch auch die Einwohner im Ort." Dass derzeit eine auf technisch neuestem Stand befindliche Glasfaserleitung durch das Sünteltal verlegt wird, hat etwas mit dem Konjunkturpaket zu tun. Aus diesem Topf wird die bessere Anbindung der Ortschaften Rohrsen und Beber an die in Lauenau vorhandene Vermittlungsstelle besorgt. Döpke zeigte sich zuversichtlich, dass das neue Kabel sich am Ende auch auf Schmarrie positiv auswirken könnte: "Jetzt wird noch das mit Fristen versehene Programm abgearbeitet, danach dürften wohl weitere Anschlüsse folgen", mutmaßte er.

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