1. Nicht Täter, sondern Opfer im Mittelpunkt des Interesses

    Ausstellung der Stiftung Opferhilfe informiert im Foyer der Sparkasse

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    RINTELN (km). Im Foyer der Sparkasse an der Klosterstraße ist derzeit eine Ausstellung der "Opferhilfe" zu sehen. Im Jahr ihres zehnjährigen Bestehens zeigt sich die niedersächsische Stiftung besonders aktiv. Bereits im April hatte es eine mehrwöchige Aufklärungs-Kampagne im Eingangsbereich des heimischen Polizeireviers gegeben.

    Bei der Eröffnung der Ausstellung waren neben der Leiterin des Opferhilfe-Regionalbüros Bückeburg, Dagmar Behrens, auch der Leiter des Rintelner Polizei-Kommissariats, Wilfried Korte, und Kripo-Chef Jörg Stuchlik mit von der Partie.

    In der Sparkasse wird auf großflächigen Informationstafeln über die Arbeit der Einrichtung aufgeklärt, die sich um Opfer von Straftaten kümmert. Diplom-Pädagogin Dagmar Behrens hatte bereits vor der Eröffnung die aktuelle Statistik für das vergangene Jahr vorgestellt. Daraus geht hervor, dass im Landkreis Schaumburg insgesamt 84 Opfer einer Straftat Unterstützung gesucht hatten. 86 Prozent der Betroffenen waren Frauen.

    In fast der Hälfte aller Fälle (46,4 Prozent) geht es um die "sexuelle Selbstbestimmung" - der höchste Wert innerhalb der letzten zehn Jahre. 26 Mal (31 Prozent) waren "Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit" Anlass für Hilfegesuche, und immerhin fünf Mal standen "Straftaten gegen das Leben im Fokus". Besonders auffällig in der Tabelle sind sieben Fälle von "Stalking", einer Straftat, die erstmals im Jahr 2008 registriert wurde - weil das Wort erst seitdem im Sprachgebrauch der Behörden existiert. In der Definition der Opferhilfe handelt es sich bei den Betroffenen um Menschen, die "durch beharrliche Nachstellungen in den unteschiedlichsten Ausprägungen mürbe gemacht werden".

    Die Zusammenarbeit mit der Polizei, heißt es in der Statistik, habe sich gut entwickelt: Die Zahlen weisen aus, dass die Vermittlung durch die Polizei sich fast verdoppelt habe.

    Zuschüsse (insgesamt fast 20.000 Euro) gab es im vergangenen Jahr laut Statistik unter anderem für Beerdigungen, für Umzüge, für Rechtsanwaltskosten, Therapiekosten/Fachberatung, Fahrtkosten, für Wohnungseinrichtungen oder schlicht für verschiedene Bereich des Lebensunterhalts. Foto: km

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