LINDHORST (em). Auch die Grünen sind dabei ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 2011 aufzustellen. Zunächst habe die Partei jedoch kommunalpolitische Themenschwerpunkte festgelegt so Günter Kasulke, Lindhorster Samtgemeinderatsmitglied.
Der erste Schwerpunkt ist der Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hier gelte es das Kindesbetreuungsangebot stärker an den Bedürfnissen berufstätiger Eltern auszurichten. Um dies zu erreichen sei es nach Kasulkes Meinung erforderlich, die Trägerschaft der Kindergärten von den Mitgliedsgemeinden auf die Samtgemeinde zu übertragen.
Der zweite Themenschwerpunkt ist die kommunale Ergänzung des durch den Bund verabschiedeten Bildungspaketes. Es gelte dabei geeignete Lösungen zu finden, um allen Kindern das gleiche Angebot machen zu können, wie beispielsweise in Hamburg geplant. Wenn man bestimmte Förderungen auf den Personenkreis der Hartz IV und Wohngeldempfänger beschränke führe das laut Kasulke nur zum Aufbau unnötiger Bürokratie und Stigmatisierung der Betroffenen.
Der nächste Schwerpunkt gilt dem demographischen Wandel. Die Infrastruktur sei der im Durchschnitt älteren Bevölkerung anzupassen. Zum Beispiel könne der schon ansatzweise existierende Seniorenservice weiter ausgebaut werden, um älteren Mitbürgern eine angemessene Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Sogenannte "Bürgerarbeiter" könnten als Unterstützung zum Einsatz kommen.
Alle genannten Forderungen seien nicht kostenlos zu realisieren. Zur Gegenfinanzierung schlage Kasulke umfassende Neustrukturierungen der kommunalen Verwaltung durch Zusammenlegung von Samtgemeinden vor. Alternativ könne man auch über eine Einheitsgemeinde reden, so Kasulke. Er möchte aber abwarten, wie sich dazu die politischen Mitbewerber positionieren.
Für die vorstehenden Ziele wollen sich eine Reihe von Kandidaten auf den Grünen-Listen um ein Mandat bewerben.
Die endgültige Listenaufstellung findet auf einer Kreismitgliederversammlung am 8. Juni statt.
Sollte durch die Veröffentlichung das Interesse an einer Kandidatur geweckt werden, können sich Interessierte noch bis zum 30. April mit Günter Kasulke in Verbindung setzen.