1. Nach Jahren gehts in ruhigeres Fahrwasser

    Uli Goebel kandidiert nicht mehr

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    RINTELN (ste). Die "Ära" Goebel ist nach Ende der Wahlperiode vorbei. Uli Goebel gab gegenüber unserer Zeitung an, dass er nicht wieder für ein politisches Amt kandidieren werde und somit wird auch der Ortsbürgermeister nach der Wahl am 11. September ein anderer werden.

    Wie Günther Maack, der vor Uli Goebel Ortsbürgermeister der Kernstadt war, kam auch Goebel spät zur Politik. Ein Spät- und Quereinsteiger, der sich während seiner Zeit als Fluglotse bei der militärischen Flugsicherung im Turm- und Radarkontrolldienst sowie als Fachlehrer für Luftrecht und Flugsicherungsbestimmungen im Ortsverband der CDU engagierte: "Für mehr war während meiner Dienstzeit einfach kein Platz!"

    1998 trat Goebel die Nachfolge von Günther Maack als Ortsbürgermeister an. "Günther Maack war und ist für mich immer ein echtes Vorbild. Von seiner Erfahrung und der Art und Weise, wie er mit den Mitmenschen umging, konnte und kann man nur lernen", erinnert Goebel an die Verdienste seines Vorgängers, und fügt hinzu: "Er hinterließ die berühmten großen Fußstapfen, die es galt auszufüllen und dennoch ein eigenes Profil zu hinterlassen.

    Seit 1990 ist Goebel im Rat der Stadt Rinteln und kennt die unterschiedlichsten Facetten der Kommunalpolitik. "Es hat mir schon eine Menge Spaß bereitet, mich den Diskussionen in einer Stadt wie Rinteln zu stellen, und mich mit den unterschiedlichsten Themen auseinanderzusetzen. Da wird der Blick über den berühmten Tellerrand gestärkt! Man lernt die mannigfachsten Charaktere kennen, muss viel Geduld mitbringen und in der Lage sein, im Sinne der Sache Kompromisse zu schließen!" Goebel gibt auch seinem Nachfolger mit auf den Weg: "Ein stures Parteigebaren, also Opposition um der Opposition Willen, bringt da nicht viel. Was nicht heißen soll, die politische Grundlinie zu verlassen!"

    Geduld ist aber auch eine Tugend, die es zu erlernen gilt: "Ich musste doch oft die berühmte Schmerzgrenze überschreiten. Es dauert leider ein wenig, um eine Entscheidung endlich festzuzurren. Im ungünstigsten Fall geht es dann bei der nächsten Sitzung wieder von vorne los!"

    Uli Goebel hat in den unterschiedlichsten Gremien und Ausschüssen mitgearbeitet. So war er Mitglied im Ausschuss für Sport Schule und Kultur, im Ausschuss für Wirtschaft, Stadtmarketing und Finanzen, im Aufsichtsrat der GVS sowie im Verwaltungsausschuss. Neben dem Amt des Ortsbürgermeisters bekleidete er das Amt des stellvertretendenden Bürgermeisters. Das war für mich Ehre und Freude zugleich, die Stadt Rinteln vertreten zu dürfen. Als sehr positiv empfand Goebel die Unterstützung der Mitarbeiter der Verwaltung.

    Toll, so sein Facit.Sind ja auch Fachleute.

    Bei so vielen Aufgaben braucht es eine Frau an der Seite, die sprichwörtlich mitzieht: "Hier habe ich richtig Glück gehabt", bedankt sich Uli Goebel bei seiner Ulla.

    Goebels Lebensplanung geht nun in Richtung Enkelkinder: "Davon haben wir schließlich zwei Jungen und eine Prinzessin!" Und natürlich wird er sich dem Segeln mit der "Besten Steuerfrau der Welt" widmen.

    Den politischen Nachlass will Goebel auch noch ordnen und weist schon einmal auf die immer noch "offene Baustelle" der hohen Verkehrsbelastung der Brenner-, Mühlen- und Ostertorstraße hin.

    Über 2 Millionen Autos pro Jahr seien hier einfach zu viel. Sein Appell daher auch an die Vertreter aus den Ortsteilen: "Lasst eine veränderte Verkehrsführung zu!"

    Und Goebel lässt auch in Sachen "Hafen" nicht locker: "Das wir keinen Hafen für mehrere Boote errichten können ist doch für jeden nachvollziehbar. Ein paar Anlegemöglichkeiten reichen schon. Dann haben wir die Weser nicht nur bei Hochwasser in die Stadt integriert und die Bezeichnung "Rinteln an der Weser" erhält wieder eine richtige Bedeutung!"

    Die private "Zukunft Goebel" wird nicht ohne ein Ehrenamt auskommen. Es gibt viele Möglichkeiten sich zu engagieren. "Schaun wir mal!" Foto: privat

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