SAMTGEMEINDE (al). Der Wahlleiter der Samtgemeinde Rodenberg, Günter Wehrhahn, blickt besorgt auf die bevorstehende Kommunalwahl. Weniger wegen der Kandidatenzahl oder der Wahlbeteiligung, sondern wegen der ordnungsgemäßen Durchführung des Urnengangs der Bevölkerung. "Wir brauchen ehrenamtliche Helfer", richtete er jetzt einen ersten Appell im Rodenberger Stadtrat. Besondere Probleme könnten in Apelern entstehen. Dort wird nämlich am Tag der Kommunalwahl, Sonntag, 11. September, Schützenfest gefeiert. Zwei Personengruppen scheiden für den Einsatz in den Wahllokalen von vornherein aus: Bewerber für die zu verteilenden Mandate sowie die Vertrauenspersonen, die die Wahlvorschläge einreichen. In der verbleibenden Bevölkerung aber müsste es doch genug Leute geben, die für die örtlichen Wahlvorstände und die Wahlausschüsse zur Verfügung stehen könnten, hofft Wehrhahn. Er denkt besonders an die jüngere Generation, die auf diese Weise einen Teil des Funktionierens einer Demokratie bewusst kennenlernen könnten. Die größte Sorge des Beamten gilt der Gemeinde Apelern, weil dort die Schützen feiern und gerade am Sonntag die Kreiskönige ehren und sich zum großen Umzug formieren.
Wegen der Feierlichkeiten wird das Wahllokal im Kindergarten sein. Allerdings könnte das die Beteiligung durchaus positiv beeinflussen: Der Festplatz liegt in unmittelbarer Nachbarschaft. An ein neues Wahllokal müssen sich auch die Reinsdorfer gewöhnen. Ihre Urne steht künftig im neuen Gerätehaus.