1. Nordstadt ist großes Thema

    Erfolge und unbegründete Ängste um steigenden Güterverkehr der Bahn

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    RINTELN (ste). In der letzten Zusammenkunft der "SPD 60+" ging es vorwiegend um die Rintelner Nordstadt. Vorsitzender Claus Holst hatte dazu Karl Lange eingeladen, der zweifelsohne als der "Mister Nordstadt" gilt. Lange zählte zunächst auf, was in den letzten Jahren in die Nordstadt investiert wurde. Wohnstraßen mit Tempo-30-Begrenzung, Straßensanierungen, eine Mensa in der Nordschule, das neue Einkaufsgebiet "Tonkuhle", die Erschließung von Neubaugebieten und vieles mehr konnte Lange nennen.

    Eine Diskussion gab es zur Frage, ob weitere Neubaugebiete ausgewiesen werden müssten. Für Bürger, die nach Rinteln ziehen möchten, sollte es nach der Meinung der SPD 60+ nach wie vor Möglichkeiten zum Grundstückkauf geben. Aber auch die Südstadt war Thema, so beispielsweise die immer noch unbefriedigende Verkehrssituation nach dem Bau der Fußgängerzone. Ein Hauptthema der Nordstadt ist der Bahnhof und die derzeitige Angst, dass mit einer erneut aktivierten Zweigleisigkeit deutlich verstärkt Güterverkehr durch Rinteln rollen soll. Das Bahnhofsgebäude bietet schon seit längerem keine Möglichkeit eines Bahnkartenverkaufs mehr: "Eine Situation, die für Rintelner nicht haltbar ist", so die Mitglieder der SPD 60+. Claus Holst informierte darüber, dass die Strecke ausschließlich von der Weserbahn befahren würde. Die wiederum geben an, dass in jedem Zug Fahrkartenautomaten vorhanden sind. Ein Verkauf im Bahnhof ist aus Sicht der Weserbahn also nicht erforderlich. An einem Fahrkartenverkauf für entferntere Ziele hat die Weserbahn kein Interesse, da sie nur die Kurzstrecken bedient.

    Die Deutsche Bahn wiederum hat kein Interesse daran, weil Rinteln von ihren Zügen nicht angefahren wird.

    Es sieht also schlecht aus um die Hoffnung einer Besserung der Situation.

    In Sachen Güterverkehr zitierte Holst dann Homer: "Doch wir horchen allein dem Gerücht und wissen doch nichts!" 160 Züge durch Rinteln? Das sei derzeit noch unbestätigte Zukunftsmusik.

    Für ein zweites Gleis, so Holst, müsse es erst wieder ein neues Planfeststellungsverfahren geben. Panik sei bei diesem Thema also nicht angebracht.

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