1. Mitglieder besuchen Kirchen in Schaumburg

    Von Lindhorst über Beckedorf nach Rodenberg, jede Kirche hat eine ganz eigene Geschichte

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    STADTHAGEN (em). Im Februar hat die Ortsgemeinschaft Stadthagen des Heimatvereines Schaumburg-Lippe eine "Kirchenfahrt in Schaumburg" unternommen.

    Erstes Ziel war die Sankt-Dionysius-Kirche in Lindhorst, wo der Pastor die Besucher persönlich führte und dabei Erläuterungen zu Ursprung, Bau und Entwicklung gab. Lindhorst – das bedeute "erhöhte Siedlung bei einer Linde mitten im Dülwald" – gehe auf das hohe Mittelalter zurück. Es gebe aber über die Anfänge keine schriftlichen Zeugnisse – erst von 1395 datiert die älteste urkundliche Erwähnung, so der Pastor.

    Nach kurzer Fahrt von Schaumburg-Lippe in die ehemalige Grafschaft Schaumburg stoppte die Gruppe in Beckedorf: Der ebenfalls schon mittelalterlichen Siedlung an der Beeke am Rande des Bückeberges, um die dortige Sankt-Godehardi-Kirche zu besuchen. Wohl gestärkt ging es danach über Algesdorf nach Rodenberg-Grove zur dortigen Sankt-Jacobi-Kirche.

    Während nach dem 30-jährigen Krieg die Stadtkirche von Rodenberg nicht wieder aufgebaut wurde, übernahm die Grover Kirche diese Funktion. Geprägt ist sie von den rigorosen Umbauten im 19. Jahrhundert.

    Da alle drei besuchten Kirchen spätestens seit 1559 die Reformation angenommen haben, ist eine Begründung der aus der Entstehungszeit stammenden Heiligennamen nicht mehr möglich. Auch im nächsten Jahr gibt es eine "Schaumburger Kirchenfahrt" – bei hoffentlich wärmerem Wetter.

    Foto: privat

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