BAD NENNDORF (mh). Ein schlechtes Zeugnis stellt die Polizei Bad Nenndorf einigen Geschäften in der Stadt aus. Eine Schülerin und ein Schüler, beide 16 Jahre alt, gingen für die Polizei auf Testeinkauf von Alkohol an Tankstellen, Kiosken und Einkaufsmärkten. Erschreckend: Bei drei von vier Testkäufen haben die beiden Jugendlichen ohne Probleme hochprozentigen Alkohol in Form einer Flasche Wodka kaufen können. Zwei in zivil gekleidete Polizisten begleiteten die jungen Testkäufer und schritten nach dem Bezahlen ein. In zwei Fällen waren die Verkäuferinnen betroffen und versprachen in Zukunft verantwortlicher zu Handeln. In einem Fall handelte es sich sogar um eine "Wiederholungstäterin", denn die Kassiererin hat vor einigen Monaten schon einmal bei einem verdeckten Testkauf Jugendliche mit hochprozentigem Alkohol versorgt. Einsicht zeigte sich auch diesmal nicht, ihre Begründung: "Der ist doch schon 18 Jahre, denn der sieht so aus", zog bei den Beamten nicht. Die Verkäuferin bekommt nun eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige und muss zudem mit einem empfindlichen Bußgeld rechen. Nur ein Verkäufer verhielt sich beim Test vorbildlich. Er ließ sich den Ausweis der Jugendlichen zeigen und verweigerte den Alkoholverkauf. Dass Jugendliche immer wieder versuchen an den für sie verbotenen Alkohol heranzukommen zeigte sich, als ein Zivilbeamter während eines Testkaufes vor einem Geschäft wartete. Er wurde von einem Jugendlichen angesprochen, ob er ihm nicht eine Flasche Wodka kaufen könnte. Als der polizeibekannte Jugendliche den Dienstausweis des Beamten sah, suchte er sofort das Weite. Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang erneut an alle Verkäufer, sich im Zweifelsfall einen Ausweis zeigen zu lassen bevor sie Alkohol verkaufen.
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Jugendschutz im Hintertreffen
Erneut Alkoholtestkäufe / Versuche verlaufen erfolgreich
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