1. Selbst an der Gestaltung teilhaben

    Gymnasiasten entwickeln Ideen für einen Brunnen in der Fußgängerzone

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    BAD NENNDORF (pd). Ohne große Zwänge, was die Kosten oder die tatsächliche Bauausführung anbelangt, aber mit einem großen Potential an Kreativität sind Schüler des Bad Nenndorfer Gymnasiums in der "Zwischen-Zeit", der Ausstellung zur Stadtsanierung, zu Werke gegangen. Im Rahmen eines Kunst-Workshops entwickelten die ambitionierten Jugendlichen ihre Ideen zu einem Brunnen, der im Eingangsbereich zum Kurpark oder in der Fußgängerzone seinen Platz finden könnte. Alles Planspiele, zugegeben. Aber die Art und Weise, mit der sich die Brunnenplaner ans Werk gemacht haben, hat Professor Norbert Rob Schittek beeindruckt.

    Schittek gehört zu den Initiatoren der Ausstellung in einem leer stehenden Geschäftsraum im ehemaligen Kurhaus, die unter dem Titel "Zwischen-Zeit" Pläne zur Stadtsanierung zeigt. Und damit in den vergangenen Wochen zu einem vielschichtigen Austausch über das Thema gesorgt hat. Mit ihrer Präsentation sorgen Vorstands- und Beiratsmitglieder vom Bad Nenndorfer "Kulturforum" für ein steigendes Interesse in der Bevölkerung für die verschiedenen Vorhaben, die alle unter dem Dach der groß angelegten Sanierung des Innenstadtbereiches von Bad Nenndorf aufgelistet werden.

    Die Entwürfe der Gymnasiasten für einen Brunnen würden nicht in Konkurrenz zu den Entwürfen des Planers stehen, macht Schittek ausdrücklich klar. Sie sollen vielmehr zeigen, wie Jugendliche die Zukunft "ihrer Stadt" sehen und welche Gestaltungsvarianten sie für wichtig halten. So wird anhand der Entwürfe deutlich, dass die jungen Leute einen Brunnen nicht so sehr als "Kunstobjekt" sehen, sondern vielmehr als "begehbaren Treffpunkt". Das Wasser soll zum Füße ´reinhalten einladen, die Flächen um den Brunnen selbst zum Sitzen genutzt werden können. Weniger statisch, viel mehr "lebendig", mit verschiedenen Stilelementen - so könnte ein Brunnen ihrer Meinung nach aussehen. Beeindruckt zeigte sich Schittek nicht nur von dem Ideenreichtum, sondern auch von den handwerklichen Fähigkeiten der Elftklässler, die am Gymnasium den Kunst-Leistungskurs belegt haben. Zweimal zwei Stunden haben sie zusammen mit Schittek und Daniela Wernicke, Geschäftsführerin vom "Kulturforum", in die Projektarbeit investiert. Am Ende zeigten alle sich zufrieden mit den Ergebnissen. Dem Ziel, mit der "Zwischen-Zeit" die Bevölkerung weiter für das Thema "Stadtsanierung" zu sensibilisieren, sei man mit dem Projekt wieder ein gutes Stück voran gekommen, so die Einschätzung der Initiatoren. Foto:privat/pd.

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