1. Die IHK warnt vor dem Adressbuchschwindel

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    EXTERTAL (km). Aus aktuellem Anlass warnt die IHK Lippe erneut vor so genanntem "Adressbuchschwindel". Viele unseriöse Adressbuchfirmen schreiben gezielt lippische Unternehmen mit fingierten Rechnungen an, um sie zu täuschen. IHK-Justitiarin Svenja Jochens rät: "Wer Rechnungen erhält, sollte genau prüfen, ob auch wirklich ein Auftrag erteilt wurde." Gleiches gelte für Schreiben, mit denen eigene Daten für Verzeichnisse bestätigt oder aktualisiert werden sollten. "In vielen Fällen," so Svenja Jochens, "kommt es leider nach wie vor zu Zahlungen oder Unterschriftsleistungen auf rechnungsähnlich aufgemachten Angebotsformularen." Je nach Zeitablauf empfehlte es sich, die Überweisung bei der eigenen Bank zu stornieren. Wenn das nicht mehr möglich sei, könne der Vertrag per Einschreiben wegen arglistiger Täuschung angefochten werden. In dem Zusammenhang könne auch vorsorglich eine Kündigung des Vertrages ausgesprochen werden. Zugleich sollte die Firma unter Fristsetzung aufgefordert werden, den bereits geleisteten Beitrag zurück zu erstatten. "Auch wer Post per Nachnahme bekommt, die aussieht, als käme sie vom Handelsregister, sollte auf der Hut sein," rät Svenja Jochens: Das Handelsregister verschicke nämlich auf keinen Fall Gründerbriefe, die per Nachnahme beglichen werden müssten. "Allein die zivil- und strafrechtliche Verfolgung vermag es nicht, so die Justitiarin, "den betrügerischen Machenschaften dieser Firmen ein Ende zu bereiten, da es sich häufig um Unternehmen mit Briefkastenadressen oder aber mit Sitz im Ausland handelt." Stattdessen sei Aufklärung der Unternehmer erforderlich, damit sie gar nicht erst Opfer derartiger unseriöser Firmen würden. Nähere Informationen zum Thema vermittelt Svenja Jochens unter der Email "jochens@detmold.ihk.de" oder per Telefon (05231/7601-43).

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