1. Geiselnahme ist eine leichte Übung für die Polizei

    Über 100 Polizisten und ein Spezialeinsatzkommando sind beteiligt / Fiktives Szenario zu Übungszwecken

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    BAD NENNDORF (mh). Zwei bewaffnete Täter hatten sich am gestrigen Dienstag, dem 26. April in Bad Nenndorf mit einer Geisel auf dem Übungsgelände des THW verschanzt. Zuvor waren die Täter, eine Frau und ein Mann, in Hannover in eine Schießerei verwickelt, bei der eine Person verletzt wurde. Ihre anschließende Flucht endete auf dem THW-Gelände in Bad Nenndorf. So weit das fiktive Szenario, denn bei dem Ganzen handelte es sich um eine großangelegte Übung der Polizei.

    "Die Übung diente dazu, die Zusammenarbeit der verschiedenen Polizeikräfte untereinander zu koordinieren", sagte Reinhard Krüger, Sprecher der Polizeiinspektion Nienburg/ Schaumburg.

    Um 7 Uhr morgens begann die Übung, an der über 100 Beamte von Polizei und Kriminalpolizei beteiligt waren. "Die Übung wurde realitätsnah geplant und durchgeführt, eine Ankündigung für die eingesetzten Kollegen hat es daher im Vorfeld nicht gegeben", berichtet Reinhard Krüger.

    In Bad Nenndorf waren nicht nur die Beamten der örtlichen Dienststelle zur Sicherung im Einsatz, auch Beamte aus umliegenden Dienststellen wurden zusammengezogen. Darüber hinaus gingen Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) und des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) vor Ort in Stellung und überwachten und sicherten die Lage auf dem THW-Gelände. Auch eine Verhandlungsgruppe der Polizei war im Einsatz, um die fiktiven Täter zum Aufgeben zu überreden. "Bei so einer Übung muss alles echt sein", so Reinhard Krüger.

    Gegen 11.30 Uhr war die Übung in Bad Nenndorf dann beendet. Nun beginnt die Nachbearbeitung. Schiedsrichter aus den Reihen der Polizei haben alles dokumentiert.

    Mit Hilfe der Auswertung von Videoaufnahmen der Übung wird nun geklärt, wo es im Zusammenspiel der verschiedenen Polizeikräfte noch etwas zu verbessern gibt.

    Foto: mh

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