HASTE (Ka) Der Integrative Kindergarten Haste unter Leitung von Ilka Borges erhielt hohen Besuch und freute sich über das Erscheinen des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Helsinghausen/Kreuzriehe, Frank Schröder, und den stellvertretenden Gemeindebrandmeister und Vize-Ortsbrandmeister Haste, Carsten Norden.
Die Retter und Helfer in der Not rückten mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug und dem Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 an und zogen bei Einfahrt auf das Gelände die Blicke auf sich. Mit großer Neugier und ebenso großem Interesse freuten sich die Kinder auf die Brandschützer und die Brandschutz-Schulung. Mit dem zusätzlich anberaumten Schulungs-Angebot, erweitert die Feuerwehr mehrmals jährlich ihre Dienste rund um Einsätze, Übungseinheiten, Wettbewerbsvorbereitungen, Ausbildungen, Kommandositzungen und mehr. Die Feuerwehr-Führungskräfte unterstützen dabei engagiert und ehrenamtlich die Präventionsarbeit.
Im Mittelpunkt der Brandschutzerziehung stand der richtige Umgang mit dem Feuer und das richtige Verhalten im Notfall. Kindgerecht wurde den Jüngsten im Alter von 3 bis 6 Jahren in einem Stuhlkreis Wissenswertes über das heiße Element vermittelt. Mit einem Streichholz entzündete Schröder eine Kerze und wies auf die Nahrung des Feuers hin. Sauerstoff gepaart mit brennbarem Material lässt die Flamme wachsen. Mit Spannung verfolgten die Kinder, was geschieht, wenn dem Feuer die Nahrung entzogen wird. Die Kerze wurde in Gefangenschaft genommen und erlosch unter einem Glas. Grund genug, so Schröder, bei Feuer die Türen hinter sich zu schließen, um den Flammen keine weitere Nahrung zuzuführen. Zudem wurde eine Telefon-Anlage aufgebaut, um den Kindern spielerisch die Notrufnummer 112 zu vermitteln. Immer wieder übten die Kinder die Standardsätze: "Wer ruft an, was ist passiert, wo ist es passiert, wer befindet sich an der Unfallstelle, sind Verletzte auszumachen!" Das war eine sehr schwere Übung, die viel Selbstvertrauen und Mut abverlangte. Die jungen Teilnehmer wurden immer sicherer und griffen freiwillig zum Telefonhörer, um eine simulierte Situation zu schildern. Vorsicht, Achtung, Respekt vor dem Feuer, wie auch der richtige Umgang mit dem Feuer und das nur im Beisein von Erwachsenen, waren ebenfalls Themen die die Kinder aufnahmen. Rund 15 Mal im Jahr besucht Schröder verschiedene Einrichtungen in der Samtgemeinde Nenndorf mit Kindergärten, Schulen und Seniorenheime, um unentgeltlich vorbeugende Arbeit zu leisten. Bei diesen Maßnahmen sprechen die freiwilligen Helfer immer eine große Zahl Interessenten an. Brandschutzschulungen dienen der Weitsicht und oft auch einer Themen-Auffrischung, um bereits Erlerntes ins Gedächtnis zurückzurufen. Im Außenbereich empfing Carsten Norden die muntere Schar, die sich für das Equipment der Fahrzeuge interessierte. Für viele Kinder ist "Feuerwehrmann und Feuerwehrfrau" der Traumberuf, den die kleinen Großen sehen in den Hilfeleistungen auch Heldentum. Retten, bergen, löschen und schützen sind Tätigkeiten, die für Aufsehen sorgen.
Die Freiwilligen Feuerwehrleute sind ohne Zweifel Helden, wenn auch stille Helden, die ihre Freizeit opfern und ohne Lobhudelei, finanzielles Interesse und ohne große Anerkennung an 365 Tagen, 24 Stunden, einsatzbereit sind. Sie dienen dem Wohl und sorgen sich um das Leben und die Gesundheit der Menschen. Die Schaumburger Bürger sagen allen Helden herzlich Dankeschön. Foto: ka