1. "Solarpark Rinteln" im Industriegebiet Deckbergen

    Stadtwerke planen Großprojekt mit 12.000 Quadratmetern Kollektorfläche

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    RINTELN (ste). Seit Jahren schon versucht die Stadt Rinteln eine Fläche im Industriegebiet in Deckbergen an Gewerbetreibende zu vermarkten; bislang vergebens. Jetzt planen die Stadtwerke Rinteln GmbH dort den Bau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage, den ersten "Solarpark Rinteln". Die Großanlage soll nach dem Willen der Stadtwerke als Bürgersolaranlage realisiert werden.

    Begonnen wurde mit der Vorplanung bereits im Sommer letzten Jahres. Nachdem die Anschlussmöglichkeit der Anlage an das vorhandene Stromnetz technisch geprüft wurden, startete die Planung der Anlage und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde erstellt. Mitte März dieses Jahres wurde die Anlagenkonzeption dem Aufsichtsrat und den Mitgliedern des Ortsrates Deckbergen-Schaumburg-Westendorf vorgestellt. Dort stieß die Anlage auf ein fast geschlossen positives Echo. Mit einer Ausnahme. Ein Ortsratsmitglied befürchtete, dass die Anlage künftige Windkraftanlagenbetreiber in eine bessere Ausgangsposition für positive Baubescheide bringen könnte. Die Anlage soll im Industriegebiet Deckbergen auf dem städtischen Gelände nördlich der Industriestraße entstehen und eine PV-Leistung von 910 kWp erreichen. Mit dieser Anlage können jährlich rund 840.000 kWh aus Sonne erzeugter Strom in das Netz eingespeist werden. Die Kollektorfläche wird mit 12.000 Quadratmetern eine stattliche Fläche umfassen. Die Investitionskosten werden sich auf rund 2 Millionen Euro belaufen. Mit der erzeugten Strommenge können etwa 200 Haushalte mit Strom versorgt werden. Die Investitionen wollen die Stadtwerke Rinteln jedoch nicht allein tätigen. Gedacht ist eine Gemeinschaftsanlage, an der sich neben den Stadtwerken Rinteln auch die Kunden der Stadtwerke und die örtlichen Kreditinstitute beteiligen können. Mit den Kreditinstituten sind bereits erste Gespräche geführt worden. Die Anlage soll damit auf eine breite Basis gestellt werden. Die Grundlagen für eine Beteiligungsmöglichkeit werden zurzeit erarbeitet und in Kürze bekannt gegeben. Es ist vorgesehen, das Projekt noch in diesem Jahr zu realisieren. Die Stadtwerke Rinteln möchten zusammen mit ihren Partnern im Rahmen des von der Stadt Rinteln beschlossenen Klimaschutzbündnisses einen weiteren Beitrag zur CO2-Einsparung im Stadtgebiet Rinteln leisten. Mit der Anlage können jährlich rund 750.000 Kilogramm an CO2-Emissionen eingespart werden. Gleichzeitig macht die Investition die Stadtwerke Rinteln ein Stück weit unabhängiger von den großen Energiekonzernen. Die Stadt Rinteln hat für die Baumaßnahme einen positiven Bauvorbescheid erteilt, teilte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz in einem Pressegespräch mit. Foto: privat

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