RINTELN (ste). Die Sozialgruppe des DRK OV Rinteln besichtigte das Blutspendezentrum in Springe, um sich vor Ort zu informieren, wofür sie ehrenamtlich arbeiten. So erfuhren sie, dass das Zentrum 900 Menschen einen Arbeitsplatz bietet und täglich 3.450 Blutspenden vor Ort gebraucht werden. In ganz Deutschland werden täglich 15.000 Blutspenden benötigt. Allein aus Springe werden 330 Krankenhäuser beliefert. Da der Mensch etwa fünf bis sieben Liter Blut hat, kann er bei jeder Spende einen halben Liter davon abgeben. Männer dürfen fünf bis sechs Mal im Jahr spenden und Frauen nur vier Mal. Zwischen jeder Spende müssen acht Wochen liegen. Das Blut wird untersucht auf entzündliche Lebererkrankungen, Aids und Syphilis. "Die meisten Menschen bekommen heute gar keine Vollkonserve Blut mehr, wenn sie krank sind, sondern nur noch den Stoff, den sie wirklich brauchen. Das Blut der Spende wird in drei verschiedene Bestandteile aufgeteilt: Rote Blutzellen werden bei Blutarmut gebraucht und halten sich sechs Wochen. Blutplättchen werden bei Krebserkrankungen gebraucht uns halten sich viereinhalb Tage und das Plasma, das man zur Abwehr von Krankheiten benötigt, kann man einfrieren und hält sich bis zu zwei Jahre", berichtet die stellvertretende Vorsitzende Irmtraud Exner, die unter anderem für die Ausflüge und Blutspenden des Ortsvereins verantwortlich ist.
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