RINTELN (ste). Der Trend ist eindeutig und weist zu pflegeextensiven, naturbelassenen Gräbern. Bestattungen in "Friedwäldern" erfüllen solche Ansprüche. Rinteln hatte bislang keine solche Bestattungsmöglichkeit, doch jetzt bietet sich in Krankenhagen auf dem neuen Friedhof die Chance, unter alten Buchen oder Fichten seine letzte Ruhestätte zu finden. Bis zu zwölf Urnen passen in das Rondell um einen der alten Bäume und neue Bäume sind schon gepflanzt, um dem Bedarf gerecht zu werden. Die Frühblüher wie Krokus und Osterglocke stehen schon in Blütenpracht und demnächst sollen auch noch kleine Stauden die Fläche attraktiv machen. Die Bestattung ist grundsätzlich anonym, wer mag, kann allerdings auf einer Stele ein Messingschild mit dem Namen des Verstorbenen anbringen lassen. Zugelassen sind nur biologisch abbaubare Maisstärke-Urnen und die wenige Pflege, die die Flächen nötig hat, wird durch die Stadt gewährleistet. Ebenso wie auf den Teil des Friedhofes, der für Rasen-Reihengräber ausgelegt ist. Dort kann man jetzt auch Doppel-Grabstellen für Ehepaare festlegen lassen und eine Bestattung ist sowohl als Urnen- wie auch als Erdbestattung möglich. Langfristig soll auch in Rinteln am Seetorfriedhof ein naturbelassener Friedhofsbereich mit Bestattungsmöglichkeiten unter Bäumen eingerichtet werden. Wer Fragen zur Bestattung hat, kann sich an Silvia Wächter von der Stadt Rinteln wenden.
Foto: ste