RINTELN (ste). Zur 133. ordentlichen Mitgliederversammlung konnte der Vorsitzende des Rintelner Verschönerungsvereins von 1878, Marco Vogt, eine stattliche Zahl von Mitgliedern im Hotel "Stadt Kassel" begrüßen. Er zog Bilanz über ein erfolgreiches Jahr 2010, in dem "...viel gearbeitet und viel Geld ausgegeben wurde!" Als besonders gelungen entpuppte sich das Projekt "Panoramabild" am Fuße der Weserbrücke am Weseranger.
Das von Dr. Kurt Gilde gefertigte Foto macht insbesondere Radwanderern auf dem Radfernweg Weser Lust auf einen Besuch des Rintelner Marktplatzes; und genau das war auch der Zweck des Bildes. 8.500 Euro ließ sich der Verschönerungsverein dieses Projekt kosten: "Und es hat schon ein Hochwasser und einige Schmierereien gut überstanden", so Vogt. Das Klippenturmfest wurde im letzten Jahr erstmals unter Mitwirkung von Superintendent Dr. Andreas Kühne-Glaser gestaltet und dabei stellte das Blasorchester der Feuerwehr Rinteln sein Können unter Beweis: "Einfach toll!" Ärger gab es im Verein über die fehlende Terminabstimmung in der Stadt, die den Verein in diesem Jahr dazu zwingt, das Fest nach hinten auf den 3. Juli zu verschieben. Auf alle Fälle wieder dabei: Das Blasorchester der Feuerwehr. Den Waldgottesdienst wird der Pastor aus Luhden halten und außerdem gibt es eine Schnupperstunden Bogenschießen. Eine Neuauflage gibt es auch vom beliebten Blumenschmuckwettbewerb, zu dem eine Jury sich ab Mai auf den Weg durch die Stadt und Vorgärten macht. Nachdem im letzten Jahr wieder eine Tafel "Historisches Rinteln" im Bereich Ostertorstraße/Kapellenwall aufgestellt wurde, sieht die Agenda des Vereins für dieses Jahr die Neugestaltung der Klippenturmbrüstung mit Fotos der umliegenden Städte vor. Größter Posten in diesem Jahr wird jedoch die Aufwertung des Glasbläserbrunnens sein, für dessen Sanierung und Beleuchtung 12.500 Euro angesetzt sind. Die seit Jahren angekündigten neuen Außensitzbänke und Tische am Klippenturm sollen ebenfalls in diesem Jahr kommen.
Ein erklärtes Ziel des Vereins ist die Steigerung der Mitgliederzahlen, die kontinuierlich sinken und jetzt bei 213 stehen. "15 Euro Mindestmitgliedsbeitrag im Jahr sind ein guter Beitrag zur Verschönerung unserer Stadt", so Vogt, der die Mitglieder um intensive Werbung in ihrem Umkreis bat. Ein Problem dabei ist, dass der Verein nicht über eine Homepage verfügt und sich insbesondere jüngere Leute so nicht über den Verein und seine Aktionen informieren können: "Es fehlt an Geld und Zeit", so Vogt. Bevor es an die Würstchen und den Kartoffelsalat ging, regte der ehemalige Vorsitzende Fred Hoppe an, dass der Verein eine Bürgeraktion "Saubere Stadt" initiieren sollte: "Früher lief das mit Feuerwehr und anderen Organisationen gut", so Hoppe. Er kritisierte zudem die Veranstaltungsdichte in der Innenstadt: "Vielleicht muss auch nicht jedes Event auf dem Marktplatz stattfinden!"Foto: ste