RINTELN (ste). Die Würfel für den Ankauf des "Alten Hafens" durch die Stadt Rinteln sind gegen drei Stimmen der WGS gefallen. Der Rat stimmte dem Kauf für 27.282,50 Euro zu, wobei der größte Teil des Geldes für Verkehrsflächen unterhalb des Brückentorhotels bezahlt werden muss. Die Stadt will hier die Weserpromenade erweitern und bis zum "Alten Hafen" fortführen. In der Diskussion hatte sich zuvor Thorsten Kretzer als Fraktionssprecher der CDU dagegen ausgesprochen, dass der Rat in seinem Beschluss "ohne Not" die Einrichtung und das Betreiben eines "Neuen Hafens" ausschließt. Kretzer konnte sich jedoch nicht durchsetzen und enthielt sich mit seiner Fraktion bei diesem extra abgestimmten Unterpunkt. Für die WGS und Gert Armin Neuhäuser als deren Fraktionssprecher reduzierte sich der Ankauf des "Alten Hafens" auf ein einziges Wort: "Spielzeug!" Die WGS hatte sich von Beginn an gegen einen solchen Ankauf ausgesprochen. Skepsis hatte auch Ursula Helmhold von den Grünen: "Insbesondere wegen der Idee, dort einen neuen städtischen Hafen zu gründen!" Die Motorbootfahrer könnten ihrer Meinung nach aus den bestehenden Hafenanlagen (z.B. am Doktorsee) in die Stadt kommen und müssten nicht bis in das Filetstück der Stadt hineinfahren. Mit einem städtebaulichen Wettbewerb wollte sie einen eventuellen Wildwuchs durch Abgabe an einen Investor verhindern. Rinteln wird jedoch nicht den kompletten "Alten Hafen" kaufen können, sondern nur Teilflächen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben wird das Erholungsheim für das Wasserschifffahrtsamt vorerst nicht veräußern. Foto: ste
Die Stadt kauft Teilstücke des "Alten Hafen", um hier die Weserpromenade weiter zu führen und für Wohnbebauung nach einem städtebaulichen Wettbewerb.