FEGGENDORF (al). Wer schon immer einmal sich den Deister von innen betrachten oder sich von den Leistungen des Arbeitskreises Bergbau im Lauenauer Heimat- und Museumsverein überzeugen wollte, erhält jetzt wieder Gelegenheit dazu. Am morgigen Sonntag, 3. April, beginnt die neue Besuchersaison. Bis Ende September werden jeweils sonntags um 11 und um 14 Uhr Führungen auch für unangemeldete Personen angeboten.
Für den Auftakttag verspricht Betriebsleiter Florian Garbe sogar ein kleines Imbiss- und Getränkeangebot. Neuigkeiten gibt es ohnehin genug: Auf dem Zechenvorplatz sind bereits Bäume gefällt worden, um Platz zu schaffen für das demnächst zu errichtende Betriebsgebäude. Das geplante "Zechenhaus" hat sogar Aufmerksamkeit bei der Europäischen Union gefunden. Aus dem "Leader"-Programm soll ein Zuschuss fließen.
Wenn der Bewilligungsbescheid da ist, können Ausschreibung und Bau erfolgen.
Bei den Führungen wollen Garbe und seine Helfer vor allem das alte Streckenkreuz des Hauptstollens erläutern. Hier zweigen breite Gänge in Richtung Barsinghausen sowie die beiden Grundstrecken in Richtung Nordwesten und Südosten ab. Momentan werden diese Zugänge freigelegt. Besonders beeindruckend sei die für Feggendorfer Verhältnisse große Höhe und Breite, verrät Garbe. Mit Stahlschienen sichern die Helfer gegenwärtig den Bereich. Dieser "schwere Ausbau" war schon vor 70 Jahren üblich. In dem bislang verschütteten Bereich sind dafür eindeutige Belege gefunden worden.