1. Eigentliche Dramen spielen sich hinter den schönen Fassaden ab

    "Häusliche Gewalt" ist keine Privatsache / Ausstellung findet auch bei Schulklassen Interesse

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    RINTELN (ste). "Gewalt in Paarbeziehungen" ist niemals reine Privatsache. Diese Kernaussage stand jetzt in einer Ausstellung im Ratskeller im Mittelpunkt. Die Ausstellung war von der Arbeitsgruppe "Kind" des "Großen Runden Tisch BISS" initiiert worden. Dazu gehören Andreas Michael Meier als Leiter des Polizeikommissariates Bad Nenndorf, Birgit Schaper-Gerdes vom Kinderschutzbund Stadthagen, Ingetraud Behkin von der Mädchen- und Frauenberatungsstelle BASTA in Stadthagen, Sabine Fischer vom Frauenhaus Stadthagen, Annette Schewidy von der Außenstelle des Jugendamtes in Bad Nenndorf, Inga Juhl von der Außenstelle Lindhorst und Ann-Kathrin Wunder von der Außenstelle Bückeburg.

    Eine Woche lang war die Ausstellung bereits in Bad Nenndorf zu sehen gewesen, bevor sie in Rinteln in den Ratskeller umzog. Eröffnet wurde die Ausstellung mit einem überaus anschaulichen Theaterstück über die Frage: "Ist Häusliche Gewalt reine Privatsache?" Ein klares NEIN war die selbst gegebene Antwort, denn Gewalt in Paarbeziehungen hat immer auch Außenwirkung, etwa über die Kinder, die zum einen darunter leiden, zum anderen Verhaltensmuster aufgreifen und später vielleicht selbst anwenden. Und die Kinder sind es, die als schwächste Glieder der Gesellschaft einen besonderen Schutz genießen müssen. Gabriele Dransfeld von der Stadthäger Beratungs- und Interventionsstelle "BISS" sieht es daher als besonders wichtig an, das Thema in die öffentliche Diskussion zu holen. Darin war sie einig mit Rintelns Erstem Stadtrat Jörg Schröder. Er malte ein düsteres Bild: "Als sie in den Ratskeller gekommen sind und die idyllischen Häuser am Markt- und Kirchplatz gesehen haben, vermuten sie möglicherweise nicht, dass hinter den Fenstern manche Menschen ihre persönliche Hölle erleben!" Schröder gehört dem Rintelner Präventionsrat an, der die Aktion im Ratskeller ausdrücklich unterstützte, ebenso wie die Rintelner Polizei mit ihrem Kommissariatsleiter Erster Kriminalhauptkommissar Wilfried Korte. Überaus beeindruckend stellten Kira Wieneke und Christian Moritz auf der Bühne "hinter einem verschlossenen Vorgang des Schweigens" dar, wie sich psychische und physische Gewalt auswirken und welche Vorhänge schlichtweg abgerissen gehören, damit das Thema "Häusliche Gewalt" aufgearbeitet werden kann. Viele Schulklassen interessierten sich für die Ausstellung und ließen sich hier informieren.Foto: ste

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