REHREN/IDENSEN (em). Der Vortrag "Wie umarmt man einen Kaktus" zum Thema Pubertät interessierte die jüngeren LandFrauen aus Rehren-Idensen und etliche Großmütter gleichermaßen: Viele waren gekommen um sich Tipps für den Umgang mit Kindern in dieser oft schwierigen Entwicklungsstation zu holen. Die Kinder- und Jugendtherapeutin Kerstin Blome-Sontriens erklärte, dass man die Jahre des Umbruchs auch mit einer "Baustelle im Gehirn" beschreiben könnte. Auf dem Weg ihre eigene Identität zu entwickeln, entsteht bei Kindern eine große Unsicherheit. Der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit und Anerkennung lässt Freunde wichtiger werden, als die eigene Familie. Eltern tun gut daran, wenn sie auf die zwiespältigen Gefühle und chaotischen Verhaltensweisen ihrer Kinder mit Ruhe und Gelassenheit reagieren.
Mit dem Loslassen der Kinder beginnt für Eltern eine Zeit, in der sie ihr Augenmerk wieder mehr auf sich selbst und ihre Partnerschaft lenken können. Das heißt neue Perspektiven zu zu lassen und die Eltern-Kind-Beziehung neu zu gestalten.
Im Anschluss an den Vortrag wurde noch eifrig über das Thema diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.