RODENBERG (pd). Vor einigen Monaten war es noch das Gesprächsthema in Rodenberg, jetzt wurde von Seiten der Verwaltung die "Reißleine" gezogen. Wie Stadtdirektor Uwe Heilmann zu Beginn der letzten Sitzung des Rates der Stadt bekanntgab, geht es mit dem geplanten Ärztehaus in der Innenstadt vorerst nicht weiter.
Man wolle, so Heilmann, eine "schöpferische Pause einlegen" und begründete dies mit der Tatsache, dass sich Verwaltung und zukünftige Mieter bei der Höhe der Mieten nicht einigen konnten.
"Wir haben zurzeit nicht genügend Mietverträge unter Dach und Fach, um das Projekt starten zu können", gab der Verwaltungschef unumwunden zu.
Bei den Mietvorstellungen würden Verwaltung und Mieter, in diesem Fall sind das Interessenten aus der Ärzteschaft, nicht konform gehen. "Weil wir als Stadt kein Risiko eingehen wollen und die Politik das Projekt auf keinen Fall subventionieren möchte, müssen wir stoppen".
Der Sprecher der SPD, Hans-Dieter Brand, legte noch nach. "Wir haben uns vorgenommen, dass bei der Wirtschaftlichkeit auf jeden Fall eine schwarze Null vor dem Komma stehen muss".
Unter betriebswirtschaftlichen Aspekten bliebe im Moment keine andere Wahl, als das Thema im Moment nicht weiter zu verfolgen. SPD-Ratsherr Peter Friedrichkeit schob eine Frage an die Verwaltung nach.
Ob denn auch Gespräche mit den Ärzten geführt worden seien, die zu Beginn noch nicht ihr Interesse an einem Mietverhältnis im Ärztehaus gehabt hätten?
Heilmann konnte berichten, dass die fünf von Beginn am Projekt beteiligten Ärzte die Aufgabe übernommen hätten, mit anderen Kollegen ins Gespräch zu kommen. Eine konkrete Einigung über den angepeilten Mietzins habe es aber bis jetzt nicht gegeben. Also müsse man der ganzen Sache noch Zeit einräumen.