1. Weg von der Playstation - rein ins Vergnügen

    Kinderumzug beim Karneval hätte ein paar mehr Gäste vertragen können / Volles Haus dann bei der Sitzung im Brückentor / Prunksitzung am Sonnabend

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    RINTELN (ste). "Es ist halt wie es ist", heißt es bei NDR 2 und "Frühstück bei Stefanie", wenn sich Udo, Herr Ahlers und Stefanie zusammen mit Opa beim Frühstück unterhalten. Und genau so musste es auch der Rintelner Carnevalsverein (RCV) hinnehmen, dass man die Kinder heute nur noch spärlich aus dem Haus locken kann. So war der Umzug eher mäßig besucht und der Aufforderung zum Mitgehen hinter den Motivwagen folgten auch nur wenige der Kinder. Dennoch war der Umzug stattlich, hatten sich doch einige Kapellen, Gruppen und Motivwagen gefunden, um durch die Rintelner Innenstadt zu ziehen. Unter ihnen der Fanfarenzug Blomberg, der Musikzug Todenmann und der Spielmannszug Großenwieden. Im offenen Cabrio ließen sich Karl Lange als "Fürst", "Kanzler" Heiner Pape und als "Till" Karl-Heinz Blaue durch die Stadt fahren. Entgegen der Ankündigung, dass es "Kamelle" nur auf dem Marktplatz gibt, ließen sich die Karnevalisten dann doch dazu hinreißen, den Menschen am Straßenrand die beliebten Bonbons und Popcorntüten zuzuwerfen. An den Mühen des RCV lag es also nicht, dass es unterwegs eher mau zuging und erst am Marktplatz rund 300 Besucher gezählt werden konnten.

    Doch im Brückentorsaal war dann alles vergessen. Dort war der Saal voll mit Kindern und überraschend vielen Erwachsenen, die gemeinsam viel Spaß am bunten Programm hatten. Das war ebenso professionell aufgezogen wie die offizielle Prunksitzung. Mit Elferrat, Zeremonienmeister, Einmarsch, Tusch und allem was dazu gehört verwöhnten die Narren ihr junges Publikum. Die verkleideten Elfen, Prinzessinnen, Ritter, Cowboys oder auch Spider-Man genossen die ungezwungene Atmosphäre im Saal. Sie tanzten nach der Musik, ließen sich von den Garden unterhalten, lauschten der Kinder-Bütt und freuten sich über den Gesang der Weserspatzen. Reichlich Popcorn und Getränke ging über die Tische und auch das Kuchenbuffet war gut frequentiert. Für die Sicherheit unterwegs und im Saal sorgten Feuerwehrleute, und die waren ausnahmsweise nicht verkleidet, obwohl einige Kinder danach fragten. Für die Organisatoren war es am Ende eine gelungene Veranstaltung, deren Aufwand sich gelohnt hat. Nach dem überaus gelungenen Seniorenkarneval war der Kinderkarneval nun die letzte Herausforderung vor der großen Prunksitzung, die am Sonnabend, 5. März, die Besucher anlockt. Foto: ste

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