RINTELN (ste). "So ein Tag, so wunderschön wie heute" sangen noch einige der Seniorinnen und Senioren auf dem Heimweg. Sie hatten sich mit Frohsinn und närrischer Laune beim Seniorenkarneval anstecken lassen und der Virus "Karneval" wirkte bei einigen noch lange nach dem Ende der Sitzung.
Dreieinhalb Stunden ließen sich die Senioren im Brückentorsaal unterhalten, bei Kaffee satt und Kuchen vom Feinsten. Darauf lag jedoch nicht das Hauptaugenmerk der feierfreudigen Rentner. Sie hatten beste Ausblicke auf das tolle Bühnenprogramm mit Tanzgarden, Männerballett, Schunkelliedern, Büttenreden und einer geschliffenen Sängerattacke gegen die "Schaumstoff-Lipper", die etwas gegen Rinteln haben und hier alles abziehen, was nicht niet- und nagelfest ist.
250 Besucher ließen sich so köstlich unterhalten und stellten immer wieder fest, dass dem Karneval zwar immer wieder ein wenig Übertreibung innewohnt, dennoch der Kerngehalt der Information einen Funken Wahrheit enthält. Eine Augenweide waren die Mädel von "Black Jack" aus Krankenhagen mit ihrem Cheerleader-Tanz. Sie sorgten mit schwingenden Beinen und ordentlich viel Bein für steigende Blutdruckwerte.
Das Bauchmuskeltraining wurde von einem 88-jährigen Witzeerzähler aus Bad Nenndorf übernommen. Er strapazierte die Lachmuskeln und ebenso lustig ging es weiter mit den "Klosterelfen", einer von Marion Steding trainierten Truppe von Traummännern in Hochzeitskleidern. Nachtwächter Hans-Hermann Stöckl ließ es wieder mit seinem scharfzüngigen Lokalpolitwitz krachen und zog her über "Mäcces" an der Konrad-Adenauer-Straße, die Pro-Rinteln-Eisbahn im Blumenwall und den gescheiterten Luxus-Hafen. Für den hatte er eine bessere Idee: "Ein Lazarettschiff verankern und Wellness an der Weser bieten statt Krankenhaus am Ahnser Sumpf!"
Wie man im Alter fit bleibt, das empfahl Paul-E. Mense. Ob seine Frau das Rezept zu einer "jungen Zweitfrau im Alter" zur Bekämpfung von Zipperlein allerdings bei ihm zu Hause auch akzeptiert, ließ er offen.
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