RINTELN (ste). Für Oliver Kirstein als Werkbrandmeister der Werkfeuerwehr Lebenshilfe war es eine durchaus gute Nachricht, die er jetzt aus Göttingen von der für die Werkfeuerwehren zuständigen Polizeidirektion erhielt. Auf Antrag erhielt die Werkfeuerwehr die Genehmigung, künftig eigenständig Ausbildung betreiben zu dürfen. Mit Marco Behrens ist ein Kreisausbilder in den Reihen der Werkfeuerwehr und so startet jetzt die erste Truppmann I-Ausbildung zusammen mit Werkfeuerwehrleuten aus der Glashütte von O-I glaspack. Kirstein dankte insbesondere Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote, denn die Ausbildung darf nur in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Kreis erfolgen.
Die 36-köpfige Werkfeuerwehr der Lebenshilfe zählt landesweit zu den besten ihrer Art und hat in Niedersachsen eine Art "Leuchtturm-Funktion" in Sachen Ausbildung und Ausstattung. Für Siebelt Ubben, der als zuständiger Branddirektor für die Werkfeuerwehren immer wieder gerne nach Rinteln kommt, ist die Werkfeuerwehr Lebenshilfe ein Vorbild für andere Werkfeuerwehren und die Zusammenarbeit mit den örtlichen freiwilligen Wehren herausragend gut. Warum das so ist, liegt unter anderem an Herbert Meier, den Geschäftsführer der Lebenshilfe. Er hat seit jeher einen Faible für die Feuerwehr und setzt sich stark für das Hand-in-Hand-Arbeiten mit den Rintelner Wehren ein. Ihm dankte Oliver Kirstein auch für die perfekte Ausrüstung, über die die Werkfeuerwehr verfügen darf.
Da Ubben in diesem Jahr nicht selbst nach Rinteln kommen konnte, erteilte er Oliver Kirstein schriftlich die Genehmigung, selbst die Beförderungen auszusprechen. Befördern konnte Kirstein Kirsten Schüler zur Werk-Oberfeuerwehrfrau, Andre Nolting zum Werk-Oberlöschmeister, Stephan Franzmeier zum Werk-Oberlöschmeister und Marco Behrens zum Werk-Brandmeister.
Aktiv waren die Werkfeuerwehrleute im letzten Jahr nicht nur auf dem eigenen Gelände. Zu den beiden Großbränden am Jibi-Markt und am Doktorsee fuhr die Werkfeuerwehr mit ihren Großfahrzeugen. Besonders der Einsatz am Doktorsee, als Atemschutzgeräteträger sich auf dem Bauch liegend in Richtung Brandherde vorkämpfen mussten und immer wieder Gasflaschen abbliesen, wird in Erinnerung bleiben.
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