1. Hannover will die Roten Teufel kalt erwischen

    96 spielt am Sonnabend gegen den 1. FC Kaiserslautern / Vakanz im defensiven Mittelfeld: Manuel Schmiedebach gesperrt und Sergio Pinto verletzt

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    HANNOVER (bb). Mit einer soliden Leistung hat Hannover 96 am vergangenen Wochenende ein 1:1-Unentschieden beim SV Werder Bremen erkämpft. Im eigenen Stadion soll am Sonnabend um 15.30 Uhr gegen den Aufsteiger aus Kaiserslautern wieder ein Sieg herausspringen.

    Dabei sind die Lauterer nicht zu unterschätzen. Die Mannschaft steht zwar auf dem drittletzten Tabellenplatz, der am Saisonende die Relegation bedeuten würde. Am vergangenen Wochenende ärgerten die Roten Teufel jedoch Spitzenreiter Dortmund kräftig. Mit betont defensiver Ausrichtung und leidenschaftlichem Kampf bremsten sie die sonst so spielfreudigen und kombinationsstarken Borussen über weite Strecken aus. Hinzu kam eine gehörige Portion Glück und so trotzte die Mannschaft von Trainer Marco Kurz dem Spitzenreiter beim 1:1 einen Punkt ab. Herausragend war bei Kaiserslautern einmal mehr Christian Tiffert, der das Spiel aus dem defensiven Mittelfeld heraus ankurbelt. Torjäger Srdjan Lakic hatte zuletzt Ladehemmung, auf deren Anhalten hoffen die 96-Fans. Martin Amedick ist im Abwehrzentrum ein wichtiger Stabilitätsanker.

    Nach dem Teilerfolg gegen Dortmund wird der 1. FC Kaiserslautern voraussichtlich auch im Auswärtsspiel in Hannover auf eine defensive Ausrichtung setzen. Auf die Elf von 96-Trainer Mirko Slomka dürfte also am Sonnabend eine gänzlich andere Partie warten, als beim 1:1 am vergangenen Wochenende in Bremen. Die Gastgeber hatten mehr Spielanteile, 96 stand aber weitgehend sicher in der Defensive und setzte den Bremern mit Kontern zu. Die erste ernsthafte Chance verwertete Didier Ya Konan gleich zum 1:0 für Hannover. Der Ex-96er Per Mertesacker erzwang den Ausgleich. 96 hatte in der Schlussphase noch einige Konterchancen. Nach dem leistungsgerechten Unentschieden steht die Mannschaft auf dem vierten Tabellenplatz.

    Gegen Kaiserslautern muss Trainer Slomka im Mittelfeld auf den gelbgesperrten Manuel Schmiedebach verzichten. Sergio Pinto, sein Partner auf der Doppelsechs, zog sich im Training eine Zerrung zu. Für Schmiedebach dürfte Lars Stindl ins defensive Mittelfeld rücken. Würde Pinto wider erwarten bis Sonnabend nicht fit, könnte Hannovers dienstältester Profi Altin Lala an Stindls Seite das Zentrum absichern. Nach überstandener Virus-Infektion dürfte Mohammed Abdellaoue wieder im Sturm zur Verfügung stehen und gemeinsam mit Didier Ya Konan auf Torejagd gehen. So könnte Jan Schlaudraff auf den rechten Flügel rücken. Es könnte am Sonnabend ein wichtiges Mittel werden, die massierte Lauterer Deckung über die Außenbahnen zu knacken. Eine Taktik, die ohnehin der Grundausrichtung von Slomkas Formation entspricht. Das Durchsetzungsvermögen von Konstantin Rausch, Schlaudraff und den nachrückenden Außenverteidigern Christian Schulz und Steven Cherundolo wäre also besonders gefragt. Carlitos bietet sich nach langer Verletzungspause wieder als Offensivalternative für einen Kurzeinsatz an.Foto: bb

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