OBERNKIRCHEN (wa). Weitere Veranstaltungen in der Friedhofskapelle ins Auge gefasst: Bei einer Sitzung des Kulturausschusses hat unter anderem Buchautor Volker Rethmeier über seine Lesung berichtet und mit den Ratsmitgliedern über die mögliche Weiternutzung des Gebäudes für Kulturveranstaltungen beratschlagt.
Bei der Einweihung vor 40 Jahren sei das letzte Mal in der Kapelle gelacht worden: Das habe ihm Pastor Meinberg kurz vor seiner Lesung noch erzählt, so Rethmeier. Im Rahmen einer angemessenen Thematik hält der Ausschuss die Idee der Nutzung der Friedhofskapelle für kulturelle Zwecke als denkbar. Auch für die Kirche spreche nichts dagegen. In Hannover beispielsweise werden die Trauergebäude schon jahrelang als Veranstaltungslokalitäten genutzt. Deshalb war es für die Landeshauptstadt auch nicht befremdlich Rethmeier einen Mietpreis zu nennen. Da habe er allerdings nicht mitgemacht - und durfte trotzdem aus seinem Buch vorlesen, so der frischgebackene Autor. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung bildete der Bericht des Stadtmarketings durch Stadtkoordinatorin Dörte Worm-Kressin. Im letzten Jahr seien insgesamt zehn Leerstände in der Kernstadt vermietet worden. Dazu beigetragen habe vorallem der "Tag des Leerstandes". Sogar zwei Verkäufe, einmal im Bornemann-Verwaltungsgebäude und an der Friedrich-Ebert-Straße hat es gegeben. Es tut sich nichts, stimme nicht, so Worm-Kressin. Sie weist daraufhin positiv in die Zukunft zu blicken. In 2011 versuche man die Schaufenster der Leerstände dekorativer zu gestalten, Immobilienangebote noch besser zugänglich zu machen und die Vermietungen weiter auszubauen. Die "Eulen" der Stadtbücherei, 17 an der Zahl, zeigten sich im Rückblick auf das letzte Jahr zufrieden. 56 neue Leser sind dazugekommen. Die Zusammenarbeit mit dem Schulzentrum am Ochsenbruch wurde aufgefrischt. Es seien neue Lehrer hinzugekommen, die wieder daran interessiert sind mit der Bücherei zu kooperieren. Wünschenswert und eine enorme Entlastung wäre die Umstellung des Ausleih-Prozederes in ein EDV-Programm, so die "Eule" Susanne Vogt. Dafür benötigt die Stadtbücherei jedoch finanzielle Unterstützung der Stadt. Liselotte Dehler-Schmahl berichtete über die Info-Galerie: Nach einem Engpass im Sommer 2010 startet das ehrenamtlich arbeitende Team mit einem weiteren Mitarbeiter aus Wendthagen durch. Rund 5.000 Besucher hat Dehler-Schmahl pro Jahr errechnet. Mit der Stadt wolle sie nun in Verhandlungen treten, ob es möglich sei die Fenster der Galerie gegen bessere Glasscheiben auszutauschen um Energiekosten zu sparen. Die Anregung Horst Sassenbergs, bei Falschparkern das "Knöllchen" nicht vorschnell zu verteilen, stieß bei Bürgermeister Oliver Schäfer auf Unverständnis. Wer unrechtmäßig parkt - auch wenn er nur "schnell mal eben" - muss gleichermaßen dafür zur Rechenschaft gezogen werden, alles andere sei unfair.