RINTELN (ste). Es sind nicht viele, aber die SPD freut sich; die neuen "Jungen Wilden" werden die SPD bei ihrem Kommunalwahlkampf im Herbst unterstützen und frischen Wind in die am 9. März aufzustellenden Listen bringen. Die 31-jährige, türkischstämmige Serpil Dursun, parteilose Grundschullehrerin aus Eisbergen, die 20-jährige Tochter der SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Astrid Teigeler-Tegtmeier, Anna Tegtmeier, und Patrick Zerbst (20), der im dritten Ausbildungsjahr in der Sparkasse tätig ist und sich damit prächtig als neuer Kassenwart der SPD empfahl und gewählt wurde.
Teigeler-Tegtmeier freute sich über die Neuzugänge und konnte dann die "alten Hasen" ehren. Stattliche 50 Jahre in der SPD ist Maria Fritsch, die zahlreiche politische Ämter in ihrer Zeit durchlief. Michael Pavel ist seit 25 Jahren in der SPD, genau wie Bernd Hugo.
Astrid Teigeler-Tegtmeier konnte einen positiven Jahresbericht halten. Die Wahl des neuen Landrates Jörg Farr verlief ganz im Sinne der Rintelner SPD und ihm wünschte sie "...ein gutes Händchen für unseren Landkreis Schaumburg!" 2011 wird der Haupt-Tummelplatz der Sozialdemokraten natürlich die Kommunalwahl am 11. September sein. Dann will die SPD wieder stärkste Kraft im Rintelner Rat werden und hat bis dahin noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten. Noch ist die Partei in der Findungsphase und das Personalkarussell dreht sich. Schon jetzt kündigte Klaus Wißmann an, dass er nicht wieder für den Fraktionsvorsitz zur Verfügung stehen werde; Nachfolger ungeklärt. Auch gilt es die ausscheidenden Stadtratsmitglieder Heinrich Söffker aus Kohlenstädt, Karlheinz Bode aus Uchtdorf, Klaus Helmentag aus Todenmann und Karin Rudhardt-Burneleit aus Rinteln zu ersetzen. Dazu werden auch vermehrt parteilose, der SPD nahe stehende Personen angesprochen, damit neben den altbekannten Namen auch neue Gesichter zu sehen sein werden.
Neue Wege gehen will die Partei auch am Internationalen Frauentag, der sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Dann sollen nämlich stattliche Männer an exponierten Stellen in der Stadt in Namen der Partei Rosen an Frauen verteilen.
Politisch positionierte sich die SPD auf ihrer Versammlung klar "Pro IGS in Rinteln". Das unausgegorene Zwischending "Oberschule" lehnen die Sozialdemokraten ab und sahen das "Palaver darüber an der Lebensrealität vorbei!" An die CDU gewandt appellierte Teigeler-Tegtmeier: "Lasst Eure Fahnen im Keller und helft mit für eine Rintelner IGS!" Wie gefährlich es jedoch ist, im Kreis-Schulausschuss nicht die Meinung des Fraktionsvorsitzenden Eckhard Ilsemann zu vertreten, verspürte Karl Lange. Er wollte im Schulausschuss eine politische Entscheidung für eine Rintelner IGS (und somit gegen Lindhorst), den (vermutlich aussichtslosen) Klageweg für zwei IGS fand Lange nicht zielführend. Kurzerhand sei er daraufhin quasi "rausgeschmissen" und durch einen Kollegen aus dem Nordkreis im Schulausschuss ersetzt worden. Einzig Klaus Wißmann habe Lange Rückendeckung gegeben: "Der Rest der Rintelner Genossen stärkte mir nicht den Rücken!" Ein Rausschmiss wegen Verweigerung der Parteilinie? Helma Hartmann-Grolm wollte das so nicht gesehen haben oder vor der Partei kommentieren.
Wie wichtig eine IGS für den Schulstandort Rinteln ist, unterstrich Lange noch einmal auf der SPD-Sitzung: "Der Schulstandort Rinteln muss ebenso attraktiv sein wie der Industriestandort Rinteln!"
Gewählt als Delegierte zum Parteitag wurden Friedrich-Wilhelm Freise, Bärbel Lucas, Klaus Holst und Karl Lange. Zur Wahlgebietskonferenz fahren Karl Lange, Helma Hartmann-Grolm, Uschi Neumann und Astrid Teigeler-Tegtmeier.Foto: ste