LANDKREIS/BAD NENNDORF (bb). Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann betonte in seiner Rede zu Heinz-Gerhard Schöttelndreiers Abschied: "Sie sind ein Vorbild für alle Schaumburger. Danke für das, was sie hier geleistet haben."
Innenminister Uwe Schünemann hebt Heinz-Gerhard Schöttelndreiers Leistungen hervor.
Der jetzige Bundespräsident Christian Wulff habe in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident Schöttelndreier einmal als seinen "Lieblingslandrat" bezeichnet. "Ich weiß das zu würdigen, ich war nie Wulffs Lieblingsminister", hielt Schünemann fest. Mit der Entscheidung zur Fusion der Krankenhäuser sei in Schaumburg ein entscheidender Schritt zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung gelungen, etwas, worauf man sich etwa in seiner Heimatregion Holzminden nicht habe einigen können. So könne er einschätzen, welch eine Leistung es sei, zu einem solchen Beschluss zu kommen. Neben dem Sektor Gesundheit seien Bildung und die Wirtschaftsförderung, der Kampf um Arbeitsplätze wichtige Leitlinien in Schöttelndreiers Wirken. Damit habe dieser als Landrat die entscheidenden Schwerpunkte für die Entwicklung seines Landkreises gesetzt. Er sei sich sicher, dass das Landes-Sozialministerium auch den Antrag Schaumburgs, das Jobcenter als Optionskommune in alleiniger Verantwortung zu führen, bald positiv beantworten werde. "Und ich hoffe, sie werden mir bald einmal bei einem Bier erklären, warum sie etwas gegen die große gemeinsame Rettungsleitstelle in Hameln haben", spielte Schünemann auf den lang diskutierten Konflikt an.
Es gelte, Schöttelndreiers Leistung während seiner gesamten 45-jährigen Dienstzeit für den Landkreis zu würdigen.Foto: bb