1. Falsches und Richtiges gründlich vermischt

    Volksbegehren für gute Schulen will Lehrer und Schüler durch bessere Lehrpläne entlasten / FDP enthält sich bei Abstimmung

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    RINTELN (ste). Wer sich der Überschrift "Volksbegehren für gute Schulen" bedient, dürfe sich nicht nur auf drei Ziele beschränken, nämlich die Regelschulzeit wieder auf 13 Jahre zu verlängern, die IGS Gründung durch Vierzügigkeit zu erleichtern und die "Vollen Halbtagsschulen" zu erhalten, so Paul-Egon Mense, der bereits in der Ratssitzung in Rinteln diese Resolution wegen mangelnder Substanz abgelehnt hatte. Die FDP-Fraktion hat sich im Kreistag am 28. September bei der Abstimmung über die Resolution "Volksbegehren für gute Schulen" enthalten, da sie nach deren Meinung Falsches und Richtiges vermischt.

    "Die Resolution umfasst nur die Schulformen Gymnasium und IGS. Wo bleiben Haupt- und Realschule? Die Regelschulzeit für das Gymnasium und für die IGS, falls sie eine Oberstufe führt, wieder auf 13 Jahre zu verlängern, macht keinen Sinn. Was soll mit den Klassen geschehen, die schon jetzt auf das Abitur nach 12 Jahren unterrichtet werden? Es gibt momentan erhebliche Umsetzungsschwierigkeiten, aber da hilft keine Gesetzesänderung. Stattdessen müssen wir umgehend die Lehrpläne anpassen, um Lehrer und Schüler zu entlasten", so Dr. Ignaz Stegmiller, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag. "Der Leistungsdruck für die Kinder ist durch die Umstellung enorm, aber langfristig ist eine Umstellung auf 12 Jahre der richtige Weg", so Paul-Egon Mense, Kreisvorsitzender der FDP, weiter.

    "Eine gute Schule hängt nach Auffassung der FDP nicht von der Schulbesuchszeit ab, sondern unter anderem von der Unterrichtsversorgung, von der personellen und materiellen Ausstattung, von der Herabsetzung des Klassenteilers (geringere Klassengrößen), von den Fördermöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, von den Ganztagsangeboten um die Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit weiter zu entwickeln, und letztendlich von den Lehrplänen. Und dafür setzt sich die FDP ein. "Wenn bei einem Politikwechsel ständig nur Gesetze hin- und her verändert werden, bringt dies nur Unsicherheit für Schüler, Eltern und Lehrer und keine besseren Schulen", erklärt Rolf Edler vom FDP Kreisvorstand.

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