RINTELN (ste). Das ehemalige Grundstück des Bauunternehmens Distelmeier an der Ecke Kapellenwall/Ostertorstraße könnte Modellprojekt werden. "Umbau statt Zuwachs" heißt das Programm, bei dem die Kommunen der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland plus (REK) dem demographischen Wandel entgegentreten wollen. Dazu gehören die Landkreise Nienburg, Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden. Das Land Niedersachsen unterstützt das Projekt bis 2012 mit insgesamt 400.000 Euro. Als Eigentümer des Grundstücks ist in Rinteln die Sparkasse in Schaumburg federführend, was die künftige Nutzung des Geländes angeht. Sparkassendirektor Günther Klußmeyer steht dem Modellprojekt jedoch positiv gegenüber und will jetzt erst einmal die politischen Entscheidungen vor den weiteren Planungen abwarten. Die Zauberworte für die angestrebte Wirtschaftlichkeit des möglichen Bauprojektes sind "barrierefrei und behindertengerecht". Nachdem das Thema Altenheim am Standort Kapellenwall vom Tisch ist und das DRK sich aus wirtschaftlichen Gründen davon verabschiedet hat, will man nun prüfen, ob innenstadtnahes und barrierefreies Wohnen für alle Altersgruppen dort machbar ist. Nach den derzeitigen Planungen könnten auf dem Sparkassengrundstück 14 Wohnungen unterschiedlicher Größe entstehen. Allerdings sehen die Planungen auch Verquickungen mit dem Nachbargrundstück, einem Parkplatz der Stadt Rinteln, vor. Auch dort könnten 14 Wohnungen entstehen. Jetzt muss die Politik entscheiden, ob man sich von diesem Parkplatz trennen kann und ihn für das Modellprojekt zur Verfügung stellen kann. Dann folgt ein detaillierter Plan des Machbaren und damit würde die Sparkasse dann auf die Suche nach potentiellen Mietern gehen. Klußmeyer sieht die früheste Möglichkeit dazu im Herbst diesen Jahres: "Vielleicht auch erst im Frühjahr 2012!" Foto: ste
Das ehemalige Grundstück der Baufirma Distelmeyer könnte Modellprojekt werden für "Umbau statt Zuwachs". Derzeit wird geprüft, welche Möglichkeiten sich dort in Verbindung mit dem angrenzenden Parkplatz ergeben.